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Zitatensammlung
Teil 1
Zitat von Rudolf STEINER zu
MENSCH und ELEKTROMAGNETISMUS
1 Werfen wir jetzt ganz kurz einen Blick auf ein Ereignis des lemurischen Zeitalters. Da gab es einen bestimmten Punkt in der Entwickelung, der jetzt Tausende und Tausende Jahre zurückliegt, wo die Menschheit der Erde noch ganz anders war als heute. Sie wissen aus der Art, wie ich in der «Geheimwissenschaft im Umriß» diese Entwickelung der Menschheit auf der Erde beschrieben habe, wie nach und nach die Impulse in die Menschheit hineinkommen. Es gab einen Punkt in der Entwickelung, wo sich festsetzte im Innern des Menschen aus dem Kosmos heraus das, was wir heute kennen als magnetische und namentlich als elektrische Kräfte. Denn in uns leben auf geheimnisvolle Art auch die magnetischen und elektrischen Kräfte. Vor diesem Zeitalter, in der lemurischen Zeit, lebte der Mensch auf der Erde noch ohne die magnetischen und elektrischen Kräfte, die sich in seinem Nervensystem, zwischen den Nervenwirkungen und den Blutwirkungen geistig entwickeln. Da wurden ihm diese Kräfte einverleibt. Von den magnetischen Kräften wollen wir absehen, auch von einem gewissen Teile der elektrischen Kräfte wollen wir absehen. Dadurch nun, daß sich diese Kräfte, die ich als elektrische Kräfte im Galvanismus, im Voltaismus und so weiter bezeichnen will, also jene Kräfte, die heute in die Kultur so tief eingreifen, in der Urzeit in den menschlichen Organismus hineingelebt haben, mit dem menschlichen Leben verbanden, dadurch konnten diese Kräfte eine Zeitlang für das menschliche Bewußtsein unbekannt bleiben. Der Mensch trug sie im Innern, aber äußerlich blieben sie ihm unbekannt. Nun, die magnetischen, die anderen elektrischen Kräfte außer dem Galvanismus und Voltaismus lernten wir schon früher kennen. Denn Galvanismus, die Berührungselektrizität, die mehr, als man heute sich überlegt, unserem Zeitalter sein Karma aufdrückt von außen, sie wurde, wie Sie wissen, erst um die Wende des 18. zum 19. Jahrhundert durch Galvani und Volta gefunden. Über solche Dinge denkt man gewöhnlich viel zu wenig nach. Denken Sie einmal, dieser Galvani, einen Froschschenkel präpariert er. Dadurch, daß er ihn, wie man sagt, zufällig am Fenster befestigt und der Froschschenkel mit Eisen in Berührung kommt, zuckt er. Das ist der Anfang all der Entdeckungen, all der Erfindungen, die heute durch den elektrischen Strom unsere Erde beherrschen! Seit so kurzer Zeit ist das erst. Man denkt gewöhnlich nicht nach: Wie kommt es denn, daß die Menschheit so etwas früher nicht gewußt hat? Plötzlich taucht auf eine ganz wunderbare Art in einem Menschen dieser Gedanke auf; er wird darauf gestoßen, dieser Mensch, auf diesen Gedanken. Unser materialistisches Zeitalter denkt natürlich über solche Dinge nicht nach. Aber deshalb versteht unser materialistisches Zeitalter rein gar nichts wissenschaftlich von dem wirklichen Werdegang der Welt. Die Wahrheit ist diese:
2 Nachdem die Menschheit den Zeitpunkt in der lemurischen Zeit durchgemacht hatte, wo sie sich selbst jene Kräfte in ihr Inneres eingepflanzt hat, oder wo sie eingepflanzt erhalten hat die Kräfte, die heute in
Zeitschiene
der Elektrizität durch den Draht gehen, und die auf unsichtbare Weise im Menschen wirken, nachdem dieses Zeitalter vorübergegangen war, lebte gewissermaßen die Elektrizität im Innern des Menschen. Nun geht die Entwickelung nicht so vorwärts, wie man es leichthin zeichnet, so mit einem einfachen Strich. Man glaubt nur, die Zeit geht so vorwärts, daß sie ins Unendliche verfließt. Das ist aber eine ganz abstrakte Vorstellung. In Wahrheit geht die Zeit so, daß sie sich weiterbewegt, daß die Entwickelung wieder umgekehrt wird und zurückläuft. Nicht nur im Raume gehen diese Bewegungen in der Lemniskate vor sich, sondern auch in der Zeit.
Lemniskate
3 Da war die Menschheit während der lemurischen Zeit (Kreuzungspunkt der Lemniskatenbewegung, siehe Zeichnung), als sie sich eingepflanzt hat in sich selber das elektrische Kraftprinzip. Diesen Weg (blau) ist sie gegangen in der atlantischen Zeit, und kam mit Bezug auf gewisse Kräfte in der nachatlantischen Zeit an um die Wende des 18. zum 19. Jahrhundert an den Punkt, genau an den Punkt in der Weltentwickelung, wo sie war in der alten lemurischen Zeit, als sie sich selber vom Kosmos herein das Elektrizitätsprinzip eingepflanzt hatte. Und das ist der Grund, daß Galvani dazumal die Elektrizität fand! In späteren Zeiten gehen die Menschen immer wiederum zurück nach dem, was sie schon früher durchlebt haben; zyklisch, rhythmisch vollzieht sich alles Leben. Wir standen als Menschheit gewissermaßen wirklich um die Mitte des materialistischen Zeitraums, der sich seit dem 14., 15. Jahrhunderte entwickelt hat, an dem Punkt im Weltenall, den wir einmal durchlaufen hatten während der lemurischen Zeit. Und die ganze Menschheit erinnerte sich dazumal des Hereinbrechens der Elektrizität in den Menschen, und daher imprägnierte durch diese Erinnerung die Menschheit die Kultur mit dem elektrischen Prinzip. Das, was als Seele und Geist im Menschen lebt, das fand das wiederum, was einmal durchlebt war. Solche Wahrheiten werden der Menschheit wiederum klar werden müssen, denn mit diesen Wahrheiten allein wird man die Dekadenz der Zukunft vermeiden.
Dornach, 2.Okt.1916 ☽
aus «GA 171»; S.215ff