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Zitatensammlung
Teil 2
Zitate von Günther WACHSMUTH zu
WÄRME, LICHT und TON

1 In Wärme, Licht und Ton begegnen wir gleichsam einer höheren Entwicklungsstufe im Bereich der wahrnehmbaren Erscheinungen. Dem unaufhaltbaren Zerfallsprozeß der Substanz in der Radioaktivität, der Substanzverbundenheit der Elektrizität, der Ordnungskraft des Magnetismus steht die Dreiheit von Wärme, Licht und Ton mit einer viel unbegrenzteren Freiheit und Mannigfaltigkeit der Gestaltungsmöglichkeiten und auch mit andersartigen Qualitäten gegenüber. Wärme und Licht wirken lockernd, lösend, befreiend. Im schwingenden Ton wird die Substanz in immer neue Rhythmen abwechselnder Zusammenziehung und Wieder-Ausdehnung versetzt, und wer etwa das Phänomen der Chladnischen Klangfiguren betrachtet, erkennt darin zugleich doch auch die Gestaltungskraft des Tons, eine mit jedem Ton wechselnde Veränderung der Figuren, eine Vielfalt schöpferischer Gestaltung.

S.225
2 Wir sprachen schon vom „Treibhaus” der Troposphäre, das der Erdenorganismus aus seiner Eigenstruktur aufbaut. In diesem Bereich, der zugleich die Biosphäre enthält, wird eingelassen und verwandelt angereichert, was von außen zustrahlt. Die Wärmegewalten des Erdinnern aber werden wohltätig abgehalten. Denn die Hülle der Lithosphäre scheidet diese beiden Welten. In etwa 30 m Tiefe unter der Erdoberfläche liegt jene Grenzlinie, welche die Bereiche trennt, die ihre Temperaturen einerseits von außen durch die Sonnenbestrahlung, andererseits vom Erdinnern erhalten.[a ...]
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3 Wärme wird vom Organismus der Erde nicht nur empfangen, sondern auch angereichert, wie dies etwa im „Treibhaus” der Troposphäre geschieht. Auch Licht wird größtenteils von außen empfangen, seine Anreicherung im Erdenorganismus ist noch viel weniger offenbar als die der Wärme. Die Rhythmen des von außen empfangenen Lichtes sind gewiß vor allem vom Stand der Sonne bedingt, aber die Atmosphäre der Erde verwandelt das empfangene wiederum in eigenwilliger Art. Goethe stellte in seiner Farbenlehre zwischen die Polarität von Licht und Finsternis das verwandelte Medium der „Trübe” und läßt hieraus die Mannigfaltigkeit der Farben entstehen. [...] vom Aspekt des Erdorganismus aus ist auch die Atmosphäre ein „trübes Medium”, d. h. ein Bereich, in dem die Sonnenstrahlung nicht nur zertsreut, sondern auch verwandelt wird. Die Farbenskala, welche die uns umgebende Luft im Laufe des Tages von der Morgen- zur Abenddämmerung durchläuft, ist das Ergebnis der Metamorphose der Sonnen-Strahlung im Bereich der Schichtsphären des Erdorganismus. [...]
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4a Schwere, Radioaktivität, Elektrizität und Magnetismus sind Dauererscheinungen. Wärme und Licht treten im Erdganzen regelmäßig, jedoch besonders in rhythmischen Intervallen auf. Ton will in jedem einzelnen Fall neu erzeugt werden. In dieser Stufenleiter offenbart sich ein tief im Wesen der Erdentwicklung veranlagter Vereinzelungs-, Individualisierungsprozeß.[b] Wärme und Licht erscheinen rhythmisch im Tageslauf. Jeder einzelne Ton erzeugt selbst Rhythmus. Wärme und Licht wirken ausdehnend, jeder Ton ruft schnellen Wechsel von Verdichtung und Verdünnung, Ausdehnung und Zusammenziehung hervor. Wärme löst auf, Ton gestaltet. Wärme läßt sich anreichern, bestrahlte Körper können wieder aufleuchten, Wärme und Licht können latent werden und reaktiviert werden. Ton läßt sich nicht anreichern, er muß immer von neuem erzeugt werden.
4b Die elementarsten Licht- und Tonerscheinungen, die der Mensch von jeher als Eigenerzeugnis der irdischen Atmosphäre erlebte, waren Blitz und Donner. [c ...]
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aus «Erde und Mensch»
a] vgl. Mbl-B.58
b] vgl. Mbl.6
c] und aus den Tiefen die Lavaglut
https://wfgw.diemorgengab.at/zit/WfGWzit013200225.htm