zum IMPRESSUM
Zitatensammlung
Teil 2
Zitat von Elisabeth HAICH zu
GOTT und MATERIE
1 [Ptahhotep:] „Das Wachstum vollzieht sich immer aus dem Mittelpunkt, von innen nach außen, die innerste Quelle aller Kräfte und Offenbarungen ist Gott.
2 Dieser Aspekt Gottes, der sich in die Materie [a] kleidet, aus Erscheinungen lebendige Wesen macht und den wir das höhere Selbst (Logos) nennen, zieht uns auch in unseren Mittelpunkt zurück, da wir ja aus der göttlichen Einheit, aus dem paradiesischen Zustand, herausgefallen sind. Es ist der himmlische Bräutigam, nach dem sich die Seele des Menschen sehnt. Dieses wahre, göttliche Selbst darf man nicht mit dem persönlichen ,Ich', das keine wahre Existenz hat und nur ein Scheinwesen ist, verwechseln.[b]
3 Hinter jeder Offenbarungsform, sei es Sonne, Planet, Mensch, Tier, Pflanze oder Materie, ist die Lebensquelle derselbe Gott, dasselbe göttliche Selbst. Obwohl derselbe Gott überall gegenwärtig und und sich durch jedes Geschöpf offenbart, sind dennoch die Offenbarungsformen so verschieden, weil Gott sich auf jeder Stufe der Offenbarungsmöglichkeiten manifestiert und die auf den verschiedenen Stufen manifestierten Erscheinungen nur so viel von Gott offenbaren, als jede, ihrer Stufe entsprechend, von der göttlich-schöpferischen Kraft bewußt erleben und ertragen kann. Denn: eine Kraft bewußt erleben bedeutet, diese Kraft zu sein und sie gleichzeitig überallhin, also auch in den eigenen Körper, auszustrahlen. Folglich muß auch der Körper die entsprechende Widerstandskraft in sich tragen, sonst könnte die Ausstrahlung des Selbst ihn verbrennen und vernichten.
4 Deshalb sind auch die Körper der verschiedenen Erscheinungen nicht gleich beschaffen, sondern ihre Materie ist, dem Bewußtheitsgrad der unzähligen Lebensformen entsprechend, von einer verschieden stark gestuften Widerstandskraft. Wisse, daß die chemische Zusammensetzung der Materie [also der Stoff] bestimmt, welche Schwingungen ein Körper ertragen kann. Wenn der Körper einer Strahlung unterzogen wird, der seine Widerstandskraft nicht gewachsen ist, so schadet es dem ganzen Nervensystem. Dies kann zu einem vollkommenen Nervenzusammenbruch, ja zu Geisteskrankheit führen. Wenn die Schwingungszahl dieser Kraft den Umfang einer Oktave überschreitet, so wirkt sie sogar tödlich. Darum muß man also, wenn man das Bewußtsein eines Menschen in einen höheren Grad der göttlichen Kraft einweihen will, zuerst seinen Körper vorbereiten, unter anderem einem chemischen Prozeß unterwerfen, damit der Unterschied nicht mehr als höchsten eine Oktave betrage. Sonst stirbt er.”
aus «Einweihung»; S.251
a] genauer: in den (molekularen) Stoff, der aus (atomarer) Materie besteht
b] vgl. Mbl.5: Anm.3