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Zitatensammlung
Teil 2a: aus dem AT
PSALMEN i.e. תהלים (PREISUNGEN)
zu den hebräischen Begriffen siehe Hebraica
CIIII / קד
104,1
Preise, meine Seele [נפשי], Jahwe [יהוה], / Jahwe, mein Gott [אלהי], wie bist du überaus groß!
Gekleidet bist du in Hoheit [הוד] und Würde [הדר], /
Segne, meine Seele, IHN!
DU, mein Gott,
du bist sehr groß,
bekleidet mit Hehre und Glanz,
104,2
wie ein Mantel [שלמה] umhüllt dich das Licht [אהר].
Den Himmel [שמים] hast du ausgespannt wie ein Zelt [יריעה],
der das Licht um sich schlingt wie ein Tuch,
den Himmel wie ein Zeltteppich spannt.
104,3
deine Wohnung [מקרה] errichtet über den Wassern [מים].
Die Wolken [עבים] machtest du dir zum Wagen [רכוב], / auf Sturmesfittichen [כנפי־רוח] fährst du dahin.
Er, der im Wasser seine Hochgemächer bälkt,
er, der Gewölk sich als Fahrzeug setzt,
er, der auf Fittichen des Windes sich ergeht,
104,4
Zu deinen Boten [מלאכיו] bestellst du die Winde [רוחות], / zu deinen Dienern [משרתיו] das zündende Feuer [אש להט].
der zu seinen Boten die Winde macht,
zu ihm Amtenden loderndes Feuer,
104,5
Fest gegründet auf Pfeiler [על־מכוניה] hast du die Erde [ארץ], / in alle Zeiten wird sie nicht wanken.
er hat auf ihre Festen die Erde gegründet,
sie wankt in Zeit und Ewigkeit nie.
104,6
Du hast sie umhüllt mit dem Kleid [לבוש] der Fluten [תהום], / über den Bergen [על־הרים] standen die Wasser.
Der Urwirbel, wie mit einem Kleid bedecktest du ihn.
Über den Bergen standen die Wasser,
104,7
Sie wichen zurück vor deinem drohenden Wort [מן־גערתך], / erbebten vor deiner donnernden Stimme [מן־קול רעמך].
vor deinem Schelten sind sie geflohn,
vorm Laut deines Donners enthastet,
104,8
Sie stiegen die Berge hinauf, sie fielen hinab in die Täler [בקעות]: / an die Stätte, die du ihnen geschaffen.
haben Berge erstiegen, sind in Täler gesunken,
an den Ort, den du gründetest ihnen.
104,9
Eine Grenze [גבול] hast du ihnen gezogen, / nimmer dürfen sie die überschreiten, / nimmer überfluten die Erde.
Du hast ihnen die Schranke gesetzt,
die überschreiten sie nie,
kehren nie wieder, die Erde zu decken.
104,10
Du bist es, der die Quellen [מעינים] egießt in die Bäche [נחלים], / durch die Berge rauschen sie hin.
Du, der Quellen schickt in die Bäche
- zwischen Bergen gehen sie hin,
104,11
Zu trinken geben sie allen Tieren des Feldes [כל־חיתו שרי], / durstige Wildesel [פראים] schöpfen Hoffnung [שבר] aus ihnen.
tränken alles Getier des Feldes,
Wildesel stillen ihren Durst,
104,12
Es wohnen an ihren Ufern die Vögel des Himmels [עוף־השמים], / aus den Zweigen tönt ihre Stimme.
dran wohnt das Geflügel des Himmels,
zwischen dem Gezweig her geben sie Laut -,
104,13
Du tränkest aus deinen Kammern die Berge, / von der Frucht deines Himmels wird gesättigt das Land.
der aus seinen Hochgemächern die Berge tränkt,
von deiner Werke Frucht ersattet die Erde.
104,14
Gras [צמיח] läßt du sprossen dem Vieh [בהמה], / Gewächse [עשב], daß sie dienen dem Menschen [אדם];
Daß er gewinne aus dem Boden das Brot [לחם] /
Der für das Vieh Gras sprießen läßt,
für des Menschen Ackerdienst Kraut,
aus der Erde Brot zu holen
104,15
und Wein [יין], der das Herz [לב] ihm erfreut;
Daß er salbe sein Antlitz [פנים] mit Öl [שמן], / daß erstarke des Menschen Herz durch das Brot.
und Wein, der das Herz der Leute erfreut,
mehr als von Öl schimmern läßt das Antlitz,
aber Brot labt das Herz der Leute.
104,16
Auch die Bäume Jahwes trinken sich satt, / die Zedern [ארזי] des Libanon [לבנון], die er gepflanzet.
Gesättigt werden SEINE Bäume,
due Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat,
104,17
Dort bauen ihre Nester die Vögel, / in ihrem Wipfel horsten die Störche [חסידה].
worin Vögel nisten:
der Storch, sein Haus sind Wacholder.
104,18
Dem Steinbock [יעלים] gehören die Höhen der Berge, / der Klippdachs [שפנים] ist geborgen im Felsgeklüft.
Berge - für die Steinböcke sind die hohen,
Klüfte sind der Klippdachse Schutz.
104,19
Du bist es, der geschaffen den Mond [ירח], daß er messe die Zeiten, / die Sonne [שמש] weiß ihren Untergang.
Der den Mond gemacht hat für Gezeiten,
die Sonne, die ihren Untergang kennt,
104,20
Du bringst die Finsternis [חשך], und anbricht die Nacht [לילה], / dann streifen umher die Tiere des Waldes [חיתו־יער].
bringst Finsternis du, und wird Nacht,
regt sich drin alles Waldgetier:
104,21
Nach Beute brüllen die Jungen des Löwen, / sie fordern von Gott ihre Nahrung.
die Jungleuen brüllen nach Raub,
vom Gottherrn ihre Nahrung zu fordern, -
104,22
Da erhebt sich die Sonne, und sie weichen zurück / und bergen sich in den Höhlen.
strahlt die Sonne auf, ziehen sie heim,
lagern sich in ihr Gehege,
104,23
Der Mensch geht aus, zu schaffen sein Werk [פעלה], / seine Arbeit [עבד] bis an den Abend.
hervor kommt, an seine Arbeit, der Mensch,
an seinen Dienst bis zum Abend.
104,24
Wie vielgestalt sind deine Werke, Jahwe! / Alles hast du geschaffen in Weisheit [חכמה], / erfüllt ist die Erde von deinen Geschöpfen.
Wie viel sind deiner Werke, DU!
alle hast du mit Weisheit gewirkt,
Deiner Stiftung voll ist die Erde.
104,25
Siehe, groß und weithin gebreitet das Meer, / ohne Zahl in ihm das Gewimmel der Wesen, / kleines und großes Getier.
Das Meer da, groß, breit zuhanden,
ein Gerege ist dort ohne Zahl,
kleine Tiere mit großen, -
104,26
Dort ziehen Schiffe einher; / dort zieht der Leviátan [לויתן], den du geschaffen, im Meer sich zu tummeln.
dort, wo sich Schiffe ergehen,
ist der Lindwurm, den du bildetest, darin zu spielen.
104,27
Alle Wesen warten auf dich, / daß du Speise ihnen gebest zur rechten Zeit.
Sie alle warten auf dich,
ihre Nahrung zu geben zu deren Stunde.
104,28
Du spendest ihnen, und sie sammeln es ein, / du öffnest deine Hand, und sie werden gesättigt mit Gutem.
Du gibst ihnen, sie lesen auf,
du öffnest deine Hand, sie ersatten an Gutem.
104,29
Verbirgst du dein Angesicht, so vergehn sie in Furcht; / nimmst du ihnen den Odem [רוח], so schwinden sie hin / und sinken zurück in den Staub.
Du birgst dein Antlitz, sie werden verstört,
du ziehst ihren Geist ein, sie verscheiden
und kehren zu ihrem Staub.
104,30
Du sendest deinen Geist [רוח] aus, und sie werden geschaffen, / und das Angesicht der Erde machest du neu.
Du schickst deinen Geist aus, sie sind erschaffen
und du erneuerst das Antlitz des Bodens.
104,31
Jahwe sei Ehre [כבוד] in Ewigkeit [עולם], / es freue sich Jahwe seiner Werke;
Auf Weltzeit sei SEINE Ehre,
ER freue sich seiner Werke:
104,32
Er, der hinblickt zur Erde, und sie erbebt, / der die Berge berührt, und sie rauchen.
zur Erde blickt und sie zittert,
an die Berge rührt und sie rauchen!
104,33
Jahwe will ich singen mein Leben lang [בחיי], / will ihn preisen mit Psalmen, solange ich bin.
In meinem Leben will ich IHM singen,
wann ich noch da bin harfen meinem Gott.
104,34
Möge ihm gefallen mein Lied [שיחי]; / ja, an Jahwe habe ich meine Freude.
Angenehm sei ihm mein Bericht!
ich aber, ich freue mich an IHM.
104,35
Daß doch schwinden von der Erde die Sünder [חטאים], / nimmer sollen Gottlose [רשעים] sein! / Preise, meine Seele, Jahwe!
Möchten die Sünder vom Erdreich hinweg,
der Frevler keiner mehr sein!

Segne, meine Seele, IHN!
Preiset oh Ihn!
aus «Die Bibel (Jerusalemer)»; S.794f
im Vergleich zu «Die Schrift 4: Die Schriftwerke»
https://wfgw.diemorgengab.at/zit/WfGWzit001010794.htm