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Zitatensammlung
Teil 2a: aus dem AT
PSALMEN i.e. תהלים (PREISUNGEN)
zu den hebräischen Begriffen siehe Hebraica
4 / IV
abends ערב
4,1
[Dem Chormeister [מנצח], mit Saitenspiel [נגינהת]; ein Psalm [מזמור] von David [דיד].]
Des Chormeisters, zum Saitenspiel,
ein Harfenlied Dawids.
4,2
Wenn ich rufe zu dir, erhörest du mich, / mein Gott [אלהי], der mir schaffet Gerechtigkeit [צדקי].
Du hast mir geholfen in meiner Bedrängnis [בצר], / erbarme dich meiner und erhöre mein Beten [תפלה]!
Wann ich rufe, antworte mir,
Gott meiner Bewahrheitung!
In der Enge weitetest du mirs,
leih mir Gunst, hör mein Gebet!
4,3
Ihr Menschen [בני איש], wie lange verhärtet ihr eure Herzen! / Was liebet ihr eitlen Wahn, was suchet ihr Trug?
Mannessöhne, bis wann
wird meine Ehre zum Schimpf,
wollet Leeres ihr lieben,
wollet Täuschung ihr suchen?
/ Empor /
4,4
Wisset: Wunder vollbringt Jahwe [יהוה] an seinem Getreuen [חסיד]; / Jahwe hört, wenn ich zu ihm rufe.
Erkennts nun: ja, ausgesondert
hat ER sich einen Holden,
ER hört es,
wann ich zu ihm rufe!
4,5
Erschrecket doch und lasset die Sünde, bedenket es recht im Herzen [לב]!
Auf eurem Lager sinnet nach und seid stille;
Erbebet
und sündigt nimmer!
Besprechts in eurem Herzen,
auf eurem Lager,
und werdet still!
/ Empor /
4,6
bringt würdige Opfer [זבח] und vertraut auf Jahwe!
Opfert Opfer des Wahrbrauchs
un werdet sicher an IHM!
4,7
Viele sagen: Wer zeigt uns noch Gutes! / Laß über uns leuchten dein Angesicht!
Jahwe,
Viele sprechen:
»Wer läßt Gutes uns sehn?!«
Bannergleich heb über uns
das Licht deines Antlitzes, DU!
4,8
du erfüllest mein Herz mit Freude, / mehr, als hätten wir Wein und Weizen im Überfluß.
Freude gibst du mir ins Herz,
beßre als da ihnen viel Kornes und Mosts ward.
4,9
Ich lege mich nieder und schlafe in Frieden; / denn du allein, Jahwe, läßt mich in Sicherheit wohnen.
In Frieden will ich zugleich
niederliegen und schlafen,
denn du bist es, DU,
der mir Sitz schafft, einsam, gesichert.
5 / V
morgens בקר
5,1
[Dem Chormeister, auf Flöten [נחילות]; ein Psalm von David.]
Des Chormeisters, zum Gesumm,
ein Harfenlied Dawids.
5,2
Vernimm meine Worte Jahwe, / habe acht auf mein Seufzen [גיגי]!
Meinen Sprüchen lausche, DU,
achte auf mein Seufzen,
5,3
Merke auf mein lautes Gebet [קול שועי], / du mein König und Gott.
Denn ich flehe zu dir,
merk auf die Stimme meines Stöhnens,
o mein König und mein Gott,
denn zu dir bete ich.
5,4
Jahwe, / schon in der Frühe [בקר] hörst du mein Rufen [קולי], / in der Frühe bring' ich zu dir meine Bitten [אערך־לך] und warte [ואצפה].
DU,
morgens hörst du meine Stimme,
morgens rüste ich dir zu,
und ich spähe.
5,5
Nicht bist du ein Gott, der Gefallen hätte an Frevel, / der Böse darf nicht weilen vor dir, / Verblendete können vor dir nicht bestehn.
Denn nicht bist du eine Gottheit,
die Lust hat am Frevel,
ein Böser darf nicht bei dir gasten,
Prahler sich dir vor die Augen nicht stellen,
5,6
Die Unrecht üben, du hassest sie all,
die Argwirkenden hassest du alle,
5,7
du vernichtest die Lügner.
Der blutbefleckte, der tückische Mann / er ist ein Greuel für Jahwe.
die Täuschungsredner lässest du schwinden. -
Ein Greuel ist DIR der Mann von Bluttat und Trug.
5,8
Ich aber, dank deiner unermeßlichen Huld, / ich darf betreten dein Haus [בית].
Darf niedersinken vor deinem heiligen Tempel, / in Ehrfurcht vor dir.
Ich aber,
durch die Fülle deiner Huld
komme in dein Haus,
werfe mich hin
zu deiner heiligtumshalle
in deiner Furcht.
5,9
Der du gerecht, o führe mich zum Trotz meiner Feinde, / mache eben vor mir den Pfad [דרך].
DU,
leite mich in deiner Wahrhaftigkeit
um meiner Verleumder willen,
mache gerad vor mir deinen Weg!
5,10
Es ist in ihrem Munde nicht Wahrheit, / ihr Inneres sinnt Verderben.
Ihre Kehle ist ein offenes Grab, / ob auch von Schmeichelreden trieft ihre Zunge.
Denn kein Festes ist deren einem im Mund,
ihr Eingeweid ist Verhängnis,
ein geöffnetes Grab ihr Schlund,
ihre Zungen glätten sie.
5,11
Laß sie es büßen, o Gott, / laß sie stürzen in ihre eigenen Ränke.
Ob ihrer Frevel stoße sie aus, / denn sie bieten dir Trotz.
Büßen lasse sie, Gott,
von ihren Ratschlägen mögen sie fallen,
um die Fülle ihrer Abtrünnigkeiten
stoße sie fort,
denn sie sind dir widerspenstig.
5,12
Doch jubeln sollen, die Zuflucht suchen bei dir, / sie sollen frohlocken auf immer.
Beschütze sie und lasse sie deiner sich freuen, / die deinen Namen verehren.
Aber freuen werden sich alle,
die sich an dir bergen,
in die Zeit hin werden sie jubeln,
da du sie überschirmst,
sich entzücken an dir,
die deinen Namen lieben.
5,13
Denn du segnest, Jahwe, den Gerechten, / gleich einem Schild ist über ihm deine Gnade.
Denn du bists, der segnet den Bewährten, DU,
wie mit einem Schilddach krönst du ihn mit Gnade.
aus «Die Bibel (Jerusalemer)»; S.731f
im Vergleich zu «Die Schrift 4: Die Schriftwerke»