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Zitatensammlung
Teil 2
Zitate von zur
MAJA
1 Der von Rudolf Steiner während der theosophischen Zeit verwendete Maja-Begriff bezieht sich auf das Vorurteil, die Sinneswelt für die letzte Wirklichkeit zu halten. Wer die Sinneswelt dafür hält, könnte beispielsweise die Aufforderung, im Buche der Natur zu lesen, nur für unsinnig halten, da für ihn die »Tatsachen« der Sinneswelt jeglichen Schriftcharakters entbehrte. Er gliche einem Typographen, der sich nur für die Formen der ihm vorliegenden Schriftzeichen interessiert. Wer aber die Schrift zu lesen vermag, für den werden die Schriftzeichen zur Maja. Maja heißt nicht: Man nimmt etwas an, was es gar nicht gibt, sondern: Man vermutet, dass das, was man betrachtet, erst der Wegweiser zu einer weiteren, tieferen Schicht ist.
Andreas Heertsch
in »die Drei« 3/2019; S.44
2a [...] Wir haben vergessen, dass wir das können, weil der auf unserem Gehirn basierende physische Teil unserer Existenz jenen größeren kosmischen Hintergrund ausblendet oder verschleiert, genau wie das Licht der Sonne jeden Morgen den weiteren Blick auf die Sterne verhindert. Stellen Sie sich einmal vor, wie eingeschränkt unsere Sicht des Universums wäre, wenn wir nie den sternenübersäten Nachthimmel sehen könnten.
2b Wir können nur sehen, was der Filter unseres Gehirns durchlässt. Das Gehirn - besonders seine linke, sprachlich-logische Seite, die unsere Rationalität und unser Gefühl, ein klar definiertes Ich oder Selbst zu haben, hervorbringt - ist eine Barriere für unser höheres Wissen und unsere höheren Erfahrungen.
2c Ich bin davon überzeugt, dass wir gegenwärtig in einer für unsere Existenz entscheidenden Zeit leben. Wir müssen mehr von jenem größeren Wissen wiedererlangen, während wir hier auf der Erde leben, also während unsere Gehirne (einschließlich ihrer linken, analytischen Hälften) voll funktionsfähig sind. Die Wissenschaft - die Wissenschaft, der ich so viel von meinem Leben gewidmet habe - bestreitet das, was ich dort oben [im Nahtodlichen] gelernt habe, nicht. Doch viel zu viele Menschen tun das, weil gewisse Mitglieder der wissenschaftlichen Gemeinde [scientific community], die sich einer materialistischen Weltsicht verschrieben haben, immer und immer wieder darauf bestanden haben, dass Wissenschaft und Spiritualität nicht koexistieren können.[a]
S.105f
2d In den 1920er Jahren machten der Physiker Werner Heisenberg (und andere Begründer der Quantenmechanik) eine Entdeckung, die so seltsam ist, dass sich die [materialistische] Welt immer noch nicht so recht damit abgefunden hat. Bei der Beobachtung subatomarer Phänomene ist es unmöglich, den Beobachter (das heißt, den Wissenschaftler, der das Experiment macht) vollständig vom Beobachteten zu trennen. Im Alltag übersieht man diese Tatsache allerdings leicht. Wir sehen das Universum als einen Ort voller einzelner Objekte (Tische und Stühle, Menschen und Planeten), die gelegentlich miteinander interagieren, aber dennoch im Wesentlichen voneinander getrennt bleiben. Auf der subatomaren Ebene erweist sich die Vorstellung der Getrenntheit der Objekte jedoch als vollkommene Illusion. Auf der Ebene winzigster Teilchen ist jedes Objekt des physischen Universums eng mit jedem anderen Objekt verbunden. In Wirklichkeit gibt es überhaupt keine »Objekte« in der Welt, sondern nur energetische Schwingungen und Beziehungen [Resonanzen].
S.202
Eben Alexander
aus «Blick in die Ewigkeit»
a] Dieser ausgesprochen unwissenschaftliche Definitionsanspruch kommt, auch aus Angst vor dem Geistigen, von Menschen, die Wissenschaft (science) auf ihr beschränktes Weltbild reduzieren.