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Zitatensammlung
Teil 1
Zitate von Rudolf STEINER zu den
SONNENFLECKEN
1 Unsere heutige Sonne ist der Nachkomme der alten Erdensonnenmasse.Sie hat herausgeworfen den Mond und die Erde und hat das Vortrefflichste zurückbehalten. Dasjenige, was in der damaligen Sonnenmasse vorhanden war als Reste vom Saturn, hat seine Rudimente in der heutigen Sonne in den sogenannten Sonnenflecken. Sie sind die letzten Rudimente des Saturn, die als dunkle Einschiebsel in der leuchtenden Sonnenmasse verblieben. Unsere okkulte Weisheit deckt die verborgenen geistigen Quellen der physischen Tatsachen auf. Die physische Wissenschaft konstatiert die physischen Ursachen der Sonnenflecken durch ihre Astronomie und Astrophysik; die geistigen Ursachen aber liegen in jenen zurückgebliebenen Rückständen des Saturn.
München, 2.Jun.1907 ☉
aus «GA 99»; S.101f
2 Nicht wahr, zunächst ergibt sich ja aus wirklich sorgfältigen, gewissenhaften Beobachtungen, die mit allen heute zur Verfügung stehenden Mitteln angestellt worden sind, daß wir zu unterscheiden haben irgend etwas in der Sonnenmitte, worüber alle Menschen im unklaren sind. Es wird einfach vom Sonnenkern gesprochen. Was der ist, darüber kann kein Mensch eine Auskunft geben, bis dahin reicht die Untersuchungsmethode nicht. Das ist keine Kritik und kein Tadel, denn das gibt ja jeder zu. Den Sonnenkern läßt man dann umgeben sein von der Photosphäre, der Atmosphäre, der Chromosphäre und der Korona. Es beginnt die Möglichkeit, sich Vorstellungen zu machen, bei der Photosphäre. Man kann sich auch Vorstellungen über die Atmosphäre, die Chromosphäre machen. Nehmen Sie nun einmal an, man wolle sich Vorstellungen machen über das Auftreten der Sonnenflecken. Man wird finden, indem man an diese merkwürdige Erscheinung herantritt, die ja nicht ganz willkürlich verläuft, sondern die einen gewissen Rhythmus zeigt in Maxima und Minima der Sonnenfleckenbildung, nach ungefähr 11-jähriger Periode [nach J.R.Wolf] sich regelnd, daß diese Sonnenfleckenphänomene, wenn man sie verfolgt, in Zusammenhang gebracht werden müssen mit Vorgängen, die in irgendeiner Weise außerhalb des Sonnenkernes liegen. Man legt sich gewisse Vorgänge da zurecht und spricht von explosionsartigen oder ähnlichen Verhältnissen. Nun handelt es sich darum, daß man, wenn man so vorgeht, immer von Voraussetzungen ausgeht, die man im irdischen Felde gewonnen hat. Wenn man nämlich nicht versucht, sein Begriffsfeld zuerst zu bearbeiten und zu erweitern, wie wir es getan haben, indem wir Kurven uns vorgestellt haben, die aus dem Raum herausgehen; wenn man nicht zu seiner Selbsterziehung so etwas macht, möchte ich sagen, dann gibt es ja auch keine andere Möglichkeit als dasjenige, was vorliegt an Beobachtungsergebnissen von einem außerhalb der irdischen Welt befindlichen Körper, so zu erklären, wie es die irdischen Verhältnisse darstellen.
[...]
Nun handelt es sich darum, daß eben einfach der Versuch gemacht werden muß, sich vorzustellen zuerst einen Vorgang, der im irdischen Leben so verläuft, daß wir uns seinen Verlauf vorstellen durch das Verfolgen der Richtung vom Mittelpunkt nach außen, also in der Richtung des Radialen. Wir fassen einen Vorgang ins Auge, sagen wir zum Beispiel einen gewissen Ausbruch, einen vulkanischen Ausbruch oder die Richtung irgendeiner Deformation bei Erdbeben und dergleichen. Wir verfolgen also Vorgänge auf der Erde im Sinne einer Linie, die vom Mittelpunkt nach auswärts geht. Nun können Sie sich aber auch vorstellen, das sogenannte Sonneninnere sei so geartet, daß es seine Erscheinungen nicht vom Mittelpunkt nach außen stößt, sondern daß die Erscheinungen von der Korona über die Chromosphäre, Atmosphäre, Photosphäre, nun statt von innen nach außen, von außen nach innen verlaufen. [...] Dann kommen Sie zu einem Vorstellungsbilde, das Ihnen gestattet, in einer gewissen Weise die empirischen Resultate zusammenzufassen. Wenn Sie also konkret sprechen, so werden Sie sagen: Wenn auf der Erde Ursachen dazu vorliegen, daß nach oben hin ein Kraterausbruch erfolgt, so würde der Ursachenzusammenhang auf der Sonne so liegen, daß von außen nach innen so etwas geschieht wie ein Kraterausbruch, so daß seine Natur die ganze Sache anders zusammenhält, weil das eine Mal alles in die Weite auseinanderläuft, das andere Mal ins Zentrum zusammenstrebt.
Stuttgart, 16.Jän.1921 ☉
aus «GA 323 »; S.297ff
3 Es ist Ihnen ja bekannt die Erscheinung der Sonnenflecken, die mit einer gewissen Regelmäßigkeit auf der Sonne auftreten. Die Sonne bekommt dunkle Flecken. Es wird in der äußeren materiellen Wissenschaft viel gestritten über diese Sonnenflecken und was sie für eine Bedeutung haben. Wenn man aber genauer verfolgen würde, was die Bedeutung dieser Sonnenflecken ist, so würde man finden: Da wird vom Inneren der Sonne fortwährend die Anregung gegeben, daß Sonnensubstanz durch diese dunklen Tore ausgeworfen wird ins Weltenall. Und was so von der Sonne als Sonnensubstanz in den Kosmos hinausgeworfen wird, das erscheint dann innerhalb unseres Sonnensystems als Kometen und Meteore, auch als die bekannten Sternschnuppen. Diejenigen Wesenheiten, die innerhalb der Sonne die Welt verwalten, sie werfen, insbesondere in unserem Zeitalter, diese Dinge in unser Zeitalter hinein. Sie haben es schon früher getan, die Dinge sind nicht erst heute aufgetreten, aber sie bekommen nun eine andere Bedeutung, als sie früher gehabt haben. Deshalb sagte ich: In den früheren Zeitaltern haben vorzugsweise die geistigen Impulse gewirkt, die im Sternensystem da sind. Nun beginnen diese Impulse, die da im ausgeworfenen Eisen liegen, eine besondere Bedeutung zu haben für den Menschen. Diese Impulse sind es, die nun ein besonderer Geist, der hier wieder seine besondere Bedeutung gewinnt und den wir den Michael-Geist nennen, im Kosmos anwendet - im Dienste des Geistigen im Kosmos. So daß für unser Zeitalter dasjenige im Kosmos eingetreten ist, was in den früheren Zeitaltern nicht in demselben Grade vorhanden war: daß das kosmische Eisen in seiner geistigen Bedeutung dem Michael-Geist die Möglichkeit gibt, zu vermitteln zwischen dem Übersinnlichen und dem Sinnlichen der Erde. Und so haben wir auf der einen Seite eine Art kriegerischen Geistes in der Welt, die man betritt, wenn man in unserem Zeitalter hinter das sinnliche Dasein kommt. Wenn in unserem Zeitalter der Mensch zum übersinnlichen Schauen kommt, wenn er die Schwelle übertritt und nun nicht den Blick auf die Dinge richtet, die ihn zunächst menschlich-persönlich angehen, sondern auf die Dinge, welche die großen Weltangelegenheiten sind und unserer ganzen Zivilisation zugrunde liegen, dann dringt sein Blick in diese Welt hinein, und er erschaut dort Kampf, Streit, geistigen Kampf. Es streitet, es kriegt hinter den Kulissen des Daseins im Geistigen. Und das, was bis zur physischen Deutlichkeit von den Sonnengeistern als Eisen hineingeworfen wird in den Kosmos, das wird dann im umfassendsten Sinne kosmische Rüstung des Michael, der nun seine Aufgabe in diesem kosmischen Kampfe hat, um gegenüber diesen Mächten des Kampfes und Krieges hinter den Kulissen der Zivilisation der Menschheit im rechten Sinne vorwärtszuhelfen. So daß einem auf der einen Seite entgegentritt Streit und Kampf, auf der anderen Seite die Bemühungen des Michael.
Den Haag, 17.Nov.1923 ♄
aus «GA 231»; S.111f
4 Wenn man viel intimer auf die Dinge eingehen würde, würde man zum Beispiel vieles, was sich im sozialen Leben abspielt, besser verstehen, wenn man die Periodizität der Sonnenflecken richtig verstehen würde. Man sieht aber auf solche Dinge nicht hin, weil das, was im menschlichen sozialen Leben der Periodizität der Sonnenflecken entsprechen kann, nicht dann anfängt, wenn die Sonnenflecken anfangen, und dann aufhört, wenn die Sonnenflecken aufhören, sondern weil es sich davon emanzipiert hat. Es zeigt dieselbe Periodizität, es zeigt denselben Rhythmus, aber nicht das zeitliche Zusammenfallen. Es hält innerlich fest die Periodizität und den Rhythmus, aber macht diese Periodizität und diesen Rhythmus selbständig, emanzipiert sich davon. Es kann nun jeder kommen, dem man sagt: Das menschliche Leben ist ein Mikrokosmos, es ahmt nach den Makrokosmos, und kann sagen: Das ist ja ein Unsinn. Wenn man nun behauptet, es gibt für gewisse Krankheiten eine siebentägige Fieberperiode, so könnte er einwenden: Dann müßte ja, wenn irgendwelche äußeren Erscheinungen eintreten, auch das Fieber erscheinen und den äußeren Erscheinungen parallel laufen und dann aufhören, wenn die äußeren Erscheinungen aufhören. - Das tut das Fieber zwar nicht, aber es hält den inneren Rhythmus fest, wenn auch nicht der zeitliche Anfang und das zeitliche Ende mit den äußeren Erscheinungen zusammenfallen.
Dornach, 20.Jun.1924 ♀
aus «GA 327»; S.33f
5 Nur als diese Jahrhunderte heraufkamen, das 8., 9., 10. Jahrhundert, da geschah es eben, daß die planetarischen Intelligenzen Rechnung trugen dem Umstande, daß die Erde sich verändert hatte, daß auch die Sonne sich verändert hatte. Ja, das, was da draußen vor sich geht, was die Astronomen beschreiben, das ist nur die Außenseite. Sie wissen: Alle elf Jahre ungefähr haben wir eine Sonnenfleckenperiode; die Sonne scheint so auf die Erde, daß gewisse Stellen dunkel sind, daß gewisse Stellen fleckig sind. Das war nicht immer so. Die Sonne glänzte in sehr alten Zeiten als eine gleichförmige Scheibe herunter, Sonnenflecken waren nicht da. Und die Sonne wird nach Tausenden und Tausenden von Jahren wesentlich viel mehr Flecken haben als heute, sie wird immer fleckiger. Das ist immer die äußere Offenbarung dessen, daß die Michael-Kraft, die kosmische Kraft der Intelligenz immer mehr abnimmt. In dem Vermehren der Sonnenflecken durch die kosmische Entwickelung zeigt sich der Verfall der Sonne; immer mehr zeigt sich das Matterwerden, das Altwerden der Sonne im Kosmos. Und an dem Auftreten einer genügend großen Zahl an Sonnenflecken erkannten die anderen planetarischen Intelligenzen, daß sie nicht mehr von der Sonne beherrscht sein wollen. Sie nahmen sich vor, die Erde nicht mehr von der Sonne abhängig sein zu lassen, sondern direkt vom gesamten Kosmos. Das geschieht durch die planetarischen Ratschlüsse der Archangeloi. Namentlich unter der Führung des Oriphiel geschieht diese Emanzipierung der planetarischen Intelligenz von der Sonnenintelligenz. Es war ein vollständiges Trennen von bis dahin zusammengehörigen Weltgewalten. Die Sonnenintelligenz des Michael und die planetarischen Intelligenzen gerieten nach und nach in kosmische Opposition zueinander.
Dornach, 8.Aug.1924 ♀
aus «GA 237»; S.170f