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Zitatensammlung
Teil 1
Zitate von Rudolf STEINER zu
EPI- und HYPOPHYSE
1a Solche übersinnlichen Realitäten, solche übersinnlichen Strömungen im menschlichen Organismus drücken sich immer dadurch aus, daß sie sich auch ein physisch-sinnliches Organ schaffen, welches wir zunächst wie eine Versinnlichung anzusehen haben. So haben wir ein Organ in uns, welches sich im Mittelgehirn befindet, das der physisch-sinnliche Ausdruck ist für das, was sich als Gedächtnisvorstellung bilden will. Dem stellt sich gegenüber ein anderes Organ im Gehirn. Diese beiden Organe im menschlichen Gehirn sind der physisch-sinnliche Ausdruck für diese beiden Strömungen im menschlichen Ätherleibe, die von den unteren Organen kommen, sind sozusagen etwas wie letzte Anzeichen dafür, daß solche Strömungen im Ätherleibe stattfinden. Es verdichten sich gleichsam solche Strömungen so stark, daß sie die menschliche Leibessubstanz ergreifen und zusammenverdichten zu diesen Organen. So daß wir in der Tat einen solchen Eindruck haben, wie wenn von dem einen Organ zum anderen Organ überfließen würden die ätherischen, hellen Lichtströmungen und sich ergießen in den menschlichen Ätherleib. Diese Organe sind im menschlichen Organismus vorhanden: das eine [das Gedächtnis prägende] ist die Zirbeldrüse oder Epiphysis, das andere [das aufnehmende] der sogenannte Gehirnanhang oder Hypophysis.
Skizze der Wandtafelzeichnung © 1971 R.Steiner-Verlag
1b Hier haben Sie an einer ganz bestimmten Stelle des physischen Organismus den äußeren physischen Ausdruck für das Zusammenwirken des Seelischen mit dem Leiblichen!
Prag, 23.Mär.1911 ♂ (aus «GA 128»; S.87f)
2a [...] Und ich habe schon gestern darauf hingewiesen, daß das Außenleben und das Innenleben des Menschen, wie es sich im Ätherleibe ausdrückt, in einem Gegensatz sich stellen, und daß dieser Gegensatz von Außenleben und Innenleben in Spannungen zum Ausdruck kommt, die, wie wir gesehen haben, zuletzt am stärksten werden in jenen Organen des Gehirnes, die wir als Zirbeldrüse und Gehirnanhang bezeichnen.
2b Wenn Sie nun die heutige und die gestrige Ausführung zusammennehmen, so werden Sie sich denken können, daß alles, was von außen hereinschlägt, um in möglichst engem Kontakte mit der Blutzirkulation zu treten, darnach strebt, sich zu vereinigen mit seinem Gegensatze, der zurückgehalten wird im sympathischen Nervensystem. Deshalb haben wir in der Zirbeldrüse die Stelle, wo das durch das Gehirn- und Rückenmark-Nervensystem an das Blut Herangebrachte sich vereinigt mit dem, was von der anderen Seite an den Menschen herankommt, und der Gehirnanhang ist als letzter Vorposten dazu da, um das nicht heranzulassen, was menschliches Innenleben ist. Es stehen sich an dieser Stelle im Gehirn zwei wichtige Organe gegenüber. Das gesamte innere Erleben bleibt unter unserem Bewußtsein; denn es würde uns ja auch in einer furchtbaren Weise stören, wenn wir mitmachen würden unsere ganzen Ernährungsprozesse; das wird vom Bewußtsein zurückgehalten durch das sympathische Nervensystem. Nur wenn dieses gegenseitige Verhältnis zwischen den beiden Nervensystemen, wie es sich ausdrückt in dem Spannungsverhältnis zwischen Zirbeldrüse und Gehirnanhang, nicht in Ordnung ist, stellt sich das heraus, was wir nennen können ein Durchschimmern der einen Seite in die andere hinein, ein Gestörtwerden der einen Seite von der anderen Seite her. Das tritt dann ein, wenn eine unregelmäßige Tätigkeit unserer Verdauungsorgane in unbehaglichen Gefühlen uns zum bewußten Ausdruck kommt. Da haben wir ein - allerdings noch sehr unbestimmtes - Hereinstrahlen des menschlichen Innenlebens in das Bewußtsein, das sich aus dem Außenleben heraus erst verwandelt hat durch das innere Weltsystem, in das Bewußtsein. Oder wir haben in besonderen Affekten, Zorn, Wut und dergleichen, die besonders stark im Menschen wirken und im Bewußtsein ihren Ursprung haben, ein Hereindringen von der anderen Seite her in den menschlichen Organismus. Und dann haben wir den Fall, daß Affekte, besondere innere Erregungen der Seele die Verdauung, das Atmungssystem und dadurch auch die Blutzirkulation und alles, was unter dem Bewußtseins liegt, in besonders schädigender Weise beeinflussen können.
Prag, 24.Mär.1911 ☿ (aus «GA 128»; S.107ff)
https://wfgw.diemorgengab.at/zit/WfGWzit112800087.htm