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Zitatensammlung
Teil 1
Zitat von Rudolf STEINER zur
ORGANFUNKTION bei MENSCH und TIER
[...] Aber, was über die Bedeutung und das Wesen der Organe für den Menschen gesagt wird, das kann nicht, wenn man tiefer in die Sache dringt, in gleicher Weise für die Tiere gesagt werden, sondern die okkulte Betrachtung hat die Aufgabe, die Tiere für sich zu betrachten und nachzusehen, ob das, was wir in der Lage sind für den Menschen in bezug auf Rückenmark und Gehirn zu sagen, auch für die Tiere gilt. Denn daß die Tiere, die dem Menschen nahestehen, auch Rückenmark und Gehirn haben, das beweist noch nicht, daß diese Organe für Mensch und Tier dieselbe Aufgabe haben, so wie es noch nichts beweist, um einen Vergleich zu gebrauchen, daß man ein Messer in der Hand haben kann, um etwa damit ein Kalb zu tranchieren, oder um damit zu radieren. Beide Male hat man es mit einem Messer zu tun, und wer nur Rücksicht nimmt auf die Form des Messers, der wird glauben, daß es in beiden Fällen auf dasselbe ankommt. In beiden Fällen würde der, welcher auf dem Boden der nicht okkulten [dh. reduzierten] Wissenschaft steht, sagen, daß wir es zu tun haben mit Rückenmark und Gehirn, und er würde glauben, weil sich bei Mensch und Tier dieselben Organe finden, so gehörten zu denselben Orrganen dieselben Verrichtungen. Das ist aber nicht wahr. Das ist etwas, was in der äußeren Wissenschaft gang und gäbe geworden ist und zu gewissen Ungenauigkeiten geführt hat, und was nur wird korrigiert werden können, wenn sich die äußere Wissenschaft dazu bequemen wird, allmählich auf das einzugehen, was aus den Tiefen der übersinnlichen Forschung über die Wesenheiten gesagt werden kann.
Prag, 20.Mär.1911 ♄ (aus «GA 128»; S.16f)
https://wfgw.diemorgengab.at/zit/WfGWzit112800016.htm