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Zitatensammlung
Teil 2a: aus dem NT
JOHANNES 20 Vers 1-18
20,1
<Tê dè miã tõn sabbáton María he Magdalenè érchetai proì skotías éti úses eis tò mnemeĩon, kaì blépei tòn líthon erménon ek tũ mnemeíu.>
VULGATA: Una autem sabbati, Maria Magdalene venit mane, cum adhuc tenebræ essent, ad monumentum: et vidit lapidem sublatum a monumento.
Am ersten Tage nach dem Sabbat kommt Maria von Magdala, als das erste Licht des Morgens die Dunkelheit durchbricht, an das Grab und sieht, daß der Stein abgehoben ist.
(Am ersten Wochentage aber kommt Maria von Magdala in aller Frühe, als es noch dunkel ist, an das Grab und sieht, daß der Stein von dem Grab weggenommen ist.)
20,2
<tréchei ún kaì érchetai pròs Símona Pétron kaì pròs tòn állon mathetèn hòn ephílei ho Iesũs, kaì légei autoĩs· éran tòn kýrion ek tũ mnemeíu, kaì uk oídamen pũ éthekan autón.>
VULGATA: Cucurrit ergo, et venit ad Simonem Petrum, et ad alium discipulum, quem amabat Iesus, et dicit illis: Tulerunt Dominum de monumento, et nescimus ubi posuerunt eum.
Und sie läuft und kommt zu Simon Petrus und zu dem anderen Jünger, den Jesus liebhatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den Herrn aus dem Grabe geholt, und wir wissen nicht, wohin sie ihn gebracht.
(Da läuft sie und kommt zu Simon Petrus und zu dem anderen Jünger, den Jesus liebte, und sagt zu ihnen: „Sie haben den Herrn aus dem Grabe weggenommen, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben.”)
20,3
<Exêlthen ún ho Pétros kaì ho állos mathetés, kaì érchonto eis tò mnemeĩon.>
VULGATA: Exiit ergo Petrus, et ille alius discipulus, et venerunt ad monumentum.
Und so machten sich Petrus und der andere Jünger auf den Weg an das Grab.
(Da machten sich Petrus und der andere Jünger auf und gingen zum Grabe.)
20,4
<étrechon dè hoi dýo homũ· kaì ho állos mathetès proédramen táchion tũ Pétru kaì élthen prõtos eis tò mnemeĩon,>
VULGATA: Currebant autem duo simul, et ille alius discipulus præcucurrit citius Petro, et venit primus ad monumentum.
Sie liefen beide miteinander, und der andere Jünger lief schneller und überholte Petrus und kam als erster an das Grab.
(Die beiden aber liefen miteinander: Doch der andere Jünger lief voraus, schneller als Petrus, und kam zuerst an das Grab.)
20,5
<kaì parakýpsas blépei keímena tà othónia, u méntoi eisêlthen.>
VULGATA: Et cum se inclinasset, vidit posita linteamina, non tamen introivit.
Er beugte sich vor und sah die Leichentücher liegen, aber er ging nicht hinein.
(Und er beugt sich vor und sieht die Binden daliegen; hinein ging er jedoch nicht.)
20,6
<érchetai ún kaì Símon Pétros akoluthõn autõ, kaì eisêlthen eis tò mnemeĩon· kaì theoreĩ tà othónia keímena,>
VULGATA: Venit ergo Simon Petrus sequens eum, et introivit in monumentum, et vidit linteamina posita,
Dann kam auch Simon Petrus, der ihm folgte, an und ging sogleich hinein in das Grab. Und er sah die Leinentücher dort liegen,
(Nun kommt auch Petrus hinter ihm her und ging in das Grab hinein und sieht die Binden daliegen)
20,7
<kaì tò sudárion, hò en epì tês kephalês autũ, u metà tõn othoníon keímenon allà chorìs entetyligménon eis éna tópon.>
VULGATA: et sudarium, quod fuerat super caput eius, nun cum linteaminibus positum, sed separatim involutum in unum locum.
und das Schweißtuch, das auf seinem Haupt gelegen hatte. Es lag aber nicht bei den anderen Tüchern, sondern abseits zusammengeknäuelt an einem besonderen Ort.
(und das Schweißtuch, das auf seinem Kopf gewesen war; aber es lag nicht bei den Binden, sondern für sich zusammengefaltet an einer besonderen Stelle.)
20,8
<tóte ún eisêlthen kaì ho állos mathetès ho elthón prõtos eis tò mnemeĩon, kaì eíden kaì epísteusen·>
VULGATA: Tunc ergo introivit et ille discipulus, qui venerat primus ad monumentum: et vidit et credidit:
Da ging auch der andere Jünger hinein, der zuerst an das Grab gekommen war, und sah, und Seelensicherheit des Glaubens zog in ihn ein.
(Hierauf ging auch der andere Jünger, der zuerst zum Grabe gekommen war, hinein und sah und glaubte.)
20,9
<udépo gàr édeisan tèn graphén, hóti deĩ autòn ek nekrõn anastênai.>
VULGATA: nundum enim sciebant Scripturam, quia oportebat eum a mortuis resurgere.
Denn noch war ihnen der Sinn des Schriftwortes verborgen geblieben, daß er vom Tode auferstehen würde.
(Denn noch hatten sie die Schrift nicht verstanden, daß er von den Toten auferstehen müsse.)
20,10
<apêlthon ún pálin pròs autús hoi mathetaí.>
VULGATA: Abierunt ergo iterum discipuli ad semetipsos.
Und die Jünger kehrten wieder zurück in ihr Haus.
(Dann gingen die Jünger wieder nach Hause [in den Abendmahlssaal].)
20,11
<María dè eistékei pròs tõ mnemeĩo éxo klaísysa. hos ún éklaien, parékypsen eis tò mnemeĩon,>
VULGATA: Maria autem stabat ad monumentum foris plorans: Dum ergo fleret, inclinavit se, et prospexit in monumentum:
Maria aber stand draußen vor dem Grabe und weinte. Und weinend beugt sie sich vor in das Grab
(Maria aber stand draußen am Grabe und weinte. Wie sie nun weinte, beugte sie sich vor in das Grab)
20,12
<kaì theoreĩ dýo angélus en leukoĩs kathezoménus, héna pròs tê kephalê kaì héna pròs toĩs posín, hópu écheito tò sõma tũ Iesũ.>
VULGATA: et vidit duas angelos in albis, sedentes, unum ad caput et unum ad pedes, ubi positum fuerat corpus Iesu.
und sieht zwei Engel in leuchtendhellen Gewändern dasitzen, den einen an der Kopfseite, den andern zu Füßen, da, wo der Leib Jesu gelegen hatte.
(und sieht zwei weißgekleidete Engel dasitzen, einen zu Häupten und einen zu Füßen, wo der Leichnam Jesu gelegen hatte.)
20,13
<kaì légusin autê ekeĩnoi· gýnai, tí klaíeis; légei autoĩs· hóti éran tòn kýrión mu, kaì uk oída pũ éthekan autòn.>
VULGATA: Dicunt ei illi: Mulier, quid ploras? Dicit eis: Quia tulerunt Dominummeum: et nescio ubi posuerunt eum.
Und sie sprechen zu ihr: Weib, warum weinst du? Sie antwortet: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wohin sie ihn gebracht haben.
(Und jene sagen zu ihr: „Frau, warum weinst du?” Sie sagt zu ihnen: „Weil sie meinen Herrn weggenommen haben, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben.”)
20,14
<taũta eipũsa estráphe eis tà opíso, kaì theoreĩ tòn Iesũn hestõta, kaì uk édei hóti Iesũs estin.>
VULGATA: Hæc cum dixisset, conversa est retorsum, et vidit Iesum stantem: et non sciebat quia Iesus est.
Und während sie das sagte, wandte sie sich um und sieht Jesus stehen, erkennt aber nicht, daß es Jesus ist.
(Nach diesen Worten wandte sie sich um und sieht Jesus dastehen, wußte aber nicht, daß es Jesus war.)
20,15
<légei autê Iesũs· gýnai, tí klaíeis; tína zeteĩs; ekeíne dokũsa hóti ho kepurós estin, légei autõĩ kýrie, ei sý ebástasas autòn, eipé moi pũ éthekas autón, kagò autòn arõ.>
VULGATA: Dicit ei Iesus: Mulier, quid ploras? quem quæris? Illa existimans quia hortulanus esset, dicit ei: Domine, si tu sustulisti eum, dicito mihi ubi posuisti eum: et ego eum tollam.
Und Jesus spricht zu ihr: Weib, warum weinst du, wen suchest du? Er erschien ihr als der Gärtner, und sie spricht zu ihm: Herr, hast du ihn fortgenommen, so sage mir, wohin du ihn gebracht, damit ich ihn holen kann.
(Jesus sagt zu ihr: „Frau, warum weinst du? Wen suchst du?” Sie meinte es sei der Gärtner und sagt zu ihm: „Herr, wenn du ihn fortgetragen hast, so sag mir, wohin du ihn hingelegt hast. Dann werde ich ihn holen.”)
20,16
<légei autê Iesũs· Maríam. strapheĩsa ekeíne légei autõ Ebraïstí· rhabbuní (hò légetai didáskale).>
VULGATA: Dicit ei Iesus: Maria. Conversa illa, dicit ei: Rabboni (quod dicitur Magister).
Jesus spricht zu ihr: Maria! Und wieder wendet sie sich um und sagt zu ihm auf hebräisch: Rabbuni, das heißt: Meister.
(Jesus sagte zu ihr: „Maria!” Da erkennt sie ihn und sagt zu ihm auf hebräisch: „Rabbuni”, das heißt: Meister.)
20,17
<légei autê Iesũs· mé mu háptu, úpo gàr anabébeka pròs tòn patéra· poreúu dè pròs tùs adelphús mu kaì eipè autoĩs· anabaíno pròs tòn patéra mu kaì patéra hymõn kaì theón mu kaì theòn hymõn.>
VULGATA: Dicit ei Iesus: Noli me tangere, nondum enim ascendi ad Patrem meum: vade autem ad fratres meos, et dic eis: Ascendo ad Patrem meum, et Patrem vestrum, Deum meum, et Deum vestrum.
Jesus aber sagt zu ihr: Rühre mich nicht an, denn noch bin ich nicht aufgestiegen zu dem väterlichen Weltengrunde. Gehe jetzt zu meinen Brüdern und sprich zu ihnen: Ich steige empor zum Weltengrunde, der väterlich mir und euch das Dasein gibt, der als göttliche Kraft lebt in mir und auch in euch.
(Jesus sagt zu ihr: „Halte mich nicht fest. Denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgestiegen. Geh aber zu den Brüdern und sage ihnen: Ich steige hinauf zu meinem Vater und eurem Vater, meinem Gott und eurem Gott.”)
20,18
<érchetai Mariàm he Magdalenè angéllusa toĩs mathetaĩs hóti heóraka tòn kýrion, kaì taũta eipen autê.>
VULGATA: Venit Maria Magdalene annuncians discipulis: Quia vidi Dominum, et hæc dixit mihi.
Da geht Maria von Magdala und bringt den Jüngern die Botschaft: Ich haben den Herrn gesehen, und diese Worte hat er zu mir gesprochen.
(Maria von Magdala geht und verkündigt den Jüngern: „Ich haben den Herrn gesehen”, und dies habe er ihr gesagt.)
aus «Novum testamentum»; S.292f
übersetzt von Emil BOCK
(im Vergleich zur «Die Bibel (Jerusalemer)»)