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Zitatensammlung
Teil 2
Zitat von Christian SCHOPPER zur
RESILIENZ
Resilienz ist ein Begriff, der eigentlich schon seit Jahrzehnten bekannt ist, aber weder in der Sozialwissenschaft noch in der Medizin noch in der Pädagogik eine wesentliche Rolle gespielt hat. Noch vor 20 Jahren gab es im deutschen Sprachraum kaum Literatur, der Begriff war unwesentlich und führte ein Schattendasein. Im englischsprachigen Raum gab es vor 25 bis 30 Jahren schon etliche Publikationen. In den letzten Jahren hat der Begriff aber auch bei uns enorm an Bedeutung gewonnen, vor allem in der Pädagogik, der Sozialwissenschaft und in der Medizin bzw. Psychotraumatologie.
Der Begriff der Resilienz stammt ursprünglich aus der Werkstoffkunde, der Physik, und bezeichnet die Fähigkeit eines Werkstoffes, sich verformen zu lassen und dennoch wieder in die ursprüngliche Form zurückzufinden. Im Englischen bedeutet resilience Elastizität und Spannkraft, im Lateinischen resilire zurückspringen, abprallen, was im Deutschen mit Widerstandskraft und Widerstandsfähigkeit übersetzt wird. Corina Wustmann definierte Resilienz 2004 als die psychische Widerstandsfähigkeit gegenüber biologischen, psychologischen und psychosozialen Entwicklungsrisiken, insgesamt kommt sie von der pädagogischen Perspektive her.²° Meist wird unter Resilienz die Fähigkeit von Menschen verstanden, »Krisen im Lebenszyklus unter Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen zu meistern und als Anlass für Entwicklung zu nutzen.«²¹
S.108
20 Corina Wustmann, Resilienz. Widerstandsfähigkeit von Kindern in Tageseinrichtungen fördern, Weinheim 2004, aktuelle Auflage Berlin ⁶2008.
21 Siehe Rosemarie Welter-Enderlin (Hrsg.), Resilienz - Gedeihen trotz widriger Umstände, Heidelberg ²2008.
S.236
aus «Trauma überwinden»