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Zitatensammlung
Teil 2
Zitat von Elisabeth HAICH zu
VERSTEHEN, FÜHLEN, SEIN
[Ptahhotep:] „Damit, daß du auf Erden bewußt geworden bist, bist du in deinen Verstand [Intellekt], in deine Gefühle [Emotionen] hineingefallen, und du hast nur gedacht und gefühlt, was du bist, aber nie konntest du sein, was du bist! - Beobachte die Menschen, und du wirst erkennen, daß sie nicht das sind, was sie wirklich sind, sondern daß sie sich immerzu mit Gedanken, mit Gefühlen und mit Rollen identifizieren, die sie hier auf Erden spielen. Sie sind aus sich selbst herausgefallen, sie sind Scheinwesen. Nur in den Augen von ganz kleinen Kindern wirst du noch den Glanz, das Licht des Seins erkennen. Mit dem Erwachen des Verstandes fängt das Kind an, sich zu identifizieren mit seiner äußeren Person [a], es entfernt sich von seinem göttlichen, wahren Wesen. Dabei ist die Person nur eine Maske, aus welcher das wahre Selbst - das große Unsichtbare blickt. Die Person darf nicht mehr sein als ein Mittel zur Offenbarung des Selbst. Die Menschen sind aber mit dieser Maske so sehr verwachsen, daß sie davon nicht mehr loskönnen. Das wahre Selbst ist der Herr, der König, und die Person nur sein Diener. Die Menschensöhne verlassen aber ihr Selbst, und vom Thron steigend, identifizieren sie sich mit ihrer Maske, mit ihrer Person; sie machen aus dem Diener den König und spalten sich von ihrem eigenen wahren Wesen ab. Sie drängen ihr höheres Selbst ins Exil, ins Unbewußte. Der Verstand verursacht die Spaltung, aber aus diesem gespaltenen Herausgefallensein hilft auch der Verstand heraus, durch Konzentrationsübungen und Bewußtwerden.”
aus «Einweihung»; S.197f
a] von lat. persono ~ ich töne durch