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Archiv: MitgliederMails
2020-10-05 15h56
Edward White aus Gemini IV am 3.VI.1965 © 1965 by NASA
Manchmal könnten uns Erdfluchtgedanken überkommen, liebe Mitglieder der WfGW, besonders wenn wiedereinmal geradezu exquisit üble Meldungen über den Zustand der Menschheit ans Ufer unsrer Vorstellungswelt branden. Wie C.G.Jung hoch über der Erde zu schweben, liest sich in solchen Augenblicken verlockend. Hatte nicht, vor 55 Jahren, die Photographie eines über Wolkenflaum driftenden Astronauten mit goldener Nabelschnur ganz besondere Gefühle in uns ausgelöst?
Wer allerdings davon träumt, ein Reich zB. auf dem roten Planeten zu errichten, vergisst seine Aufgabe auf dem blauen. Derlei Eskapismus erzeugt allerhand Irrglauben wie moderne Atheismus-Varianten oder gar den Transhumanismus. Was soll's denn bringen, Sagenhaftes in irgendeine Zukunft zu verlegen? Die Sage gehört zur Geschichte, nicht zum Vorhaben. Wo dies missachtet wird, kommt es zu arabischen und israelischen Verhältnissen oder neuerdings zu türkischen, von andren Grössenordnungen ganz zu schweigen.
Die Reise der Weisen deutet den entgegengesetzten Ansatz an: das Annehmen des Gegebenen, um daran zu wachsen. Glücklicherweise steh'ich damit nicht allein auf weiter Flur. Ich bin durchaus in der Lage, mich dem Schöpfungswillen zu stellen, immer wieder neu; das könnte mein michaelisches Moment genannt werden.
Leider werden die Veranstaltungen der WfGW bis auf Weiteres beeinträchtigt bleiben, wo nicht verhindert sein.¹ Umso mehr reichern wir unsren virtuellen Auftritt mit unterschiedlichen Betrachtungsweisen an, um Ihr Orientierungswissen je nach Bedarf zu fördern. Achja, Fehler in Texten und Verweisen - Sie wissen schon - melden Sie uns bitte, wenn Sie sie finden.
Mit ob Ihrer hilfreichen Mitgliedschaft dankbarem Gruss
cm.j.
1 Bitte entsprechende Hinweise in den WfGW-Aussendungen und auf der WfGW-Homepage beachten!
2020-04-06 10h12
Globus © 2019 by DMGG
Die nun einsetzende, leuchtend blaue Karwoche, liebe Mitglieder der WfGW, zeigt dieses Jahr eine die ganze Menschheit beklemmende Färbung. Auch unsre Veranstaltungen werden davon beeinträchtigt, wo nicht verhindert.¹ Also könnte man erwarten, dass dieses Schreiben von Viren oder wenigstens von Bazillen handelt, von Epidemien und von schleichender Angst.
Nicht doch, darüber mögen Berufenere schreiben!² Darf ich stattdessen vorschlagen, bei Mirjam ha-Migdal (wörtlich „Maria vom Turm”) anzusetzen? Die Jüngerin, die viel geliebt hatte, war jene der drei Mariengestalten, welche den Auferstandenen zuerst geschaut hat. Ihr ging es gewiss nicht darum, die gewaltige Entwicklung vom verhedderten Widder über die Opferschale zum Lamm mit den sieben Hörnern zu überblicken. Bescheiden, in ihr Schicksal ergeben, steht sie vor uns als Ausdruck der Schechinah, Offenbarung von deren liebedurchdrungener Schlichtheit.
Einer solchen Haltung steht die beliebte, weil bequeme Mode gegenüber, sich Agnostiker zu nennen. Man will bestimmte Hintergründe nicht erkennen, als fürchte man, sich mit Geist anzustecken. Und auf Religion lässt man sich gar nicht erst ein. - Schon recht, religiöse und wissenschaftliche Bekenntnisse werden im Lauf des Menschheitsfortschritts verebben müssen, um dessen Absturz zu vermeiden. Das wussten schon die Rosenkreuzer. Aus angewandter Geisteswissenschaft gewonnene Erkenntnisse mögen jedoch in einem neuen Glauben auferstehen, der das Individuum selbständig trägt.
Das Angebot der WfGW lässt immerhin Perspektiven zu, nicht nur in, sondern auch zwischen den Zeilen. Diese können helfen, aus dem Unbewussten hochquellen zu lassen, was Selbst- und Welterkenntnis³ fördert. Leider könnten Sie darin wieder Textfehler finden - bitte: melden Sie uns die; denn wir ergänzen und verbessern laufend. Möge uns das herrliche Frühlingslicht sodann nicht blenden, vielmehr ermutigen, allerlei geschürten Ängsten wach entgegenzutreten.
Mit ob Ihrer lebendigen Mitgliedschaft dankbarem Gruss
cm.j.
1 Bitte auf entsprechende Hinweise auf der WfGW-Homepage achten!
2 zB. in »das Goetheanum«
3 siehe das Wahrspruchwort für Hans Kühn
2019-10-05 9h23
Gebhardsberghöhlen © 2019 by DMGG
Im Lauf ihrer Entwicklung, liebe Mitglieder der WfGW, verfallen etliche Menschen wiederholt darauf, sich zurückzuziehen. Sie wollen sich auf ihr Eigenwesen und dessen Verhältnis zum geistigen oder seelischen Umfeld besinnen. In Brigantium zum Beispiel wird dies erstmals von Columban dem Jüngeren berichtet, welcher solchen Unterfangens wegen gelegentlich eine der Höhlen auf dem Gebhardsberg hoch überm See aufgesucht habe.
Bei diesem durchaus herbstlich reifen Tun geht es unter andrem um die Überprüfung der eigenen Einschätzung, allein schon um dem Egoismus Paroli zu bieten. Dabei wird deutlich, wie wichtig es ist, das eigene Denken gründlich zu beobachten. Freilich geht’s nicht um ein „Durchgrübeln” des Irdischen, wovor bereits Novalis poetisch warnte, sondern um frei bestimmte „Selbstsetzung”, obschon selten in streng philosophischem Sinne.
Rudolf Steiner verweist in diesem Zusammenhang auf die Suche nach Wahrheit. Mit derlei Streben vermögen wir, uns dem vielfältigen Nein entgegenzustellen, allzuoft gewolltes Nein, wie es sich etwa in ideologischer Verblendung offenbart und der Scheu vor schwerwiegenden, verpflichtenden Antworten.
Das Angebot der WfGW ist drum breit gefächtert. Vielerlei Werkzeug soll bereitliegen, um an Selbst- und Welterkenntnis feilen zu können. Wenn Sie darunter jedoch fehlerhafte Instrumente entdecken, bitte: legen Sie uns jene vor; denn wir bemühen uns stets um Verbesserung. Mögen uns nun nach dem kalten Regen noch einige so warme Tage beschieden sein, dass wir uns auf Schnee und Eis zu freuen beginnen.
Mit ob Ihrer fortdauernden Mitgliedschaft dankbarem Gruss
cm.j.
2019-04-23 8h57
SW-Blick © 2019 by DMGG
Da sind sie wieder, liebe Mitglieder der WfGW, die Wolken, die ziehen, ohne mit einer Tropfenschleppe den Kreislauf zu schliessen. Das Ostermorgenlicht ist unter ihnen durchgeschlüpft, um einen weiteren trockenen, warmen, noch blühenden Frühlingstag anzukündigen.
Der ungewöhnlich späte Ostertermin, den uns ein Beschluss des I.Konzils von Nicäa eingebrockt hat, mahnt das Zeitgewissen an, dessen der Mensch fähig ist, nämlich aufgrund seines Lebensleibes. Im Lebendigen ist die Weisheit als Rhythmus wirksam. Dieser darf allerdings nicht mit dem sturen Takt verwechselt werden, der zB. den Arbeits- und Zählmaschinen vorgegeben ist.
Zeit sei nicht messbar, denkt der italienische Philosoph Scaligero, vielmehr sei sie in die „Verzauberung des Raumes” gefallen. Das Äon gerinnt zum Chronos, hätten es etwa die Alchemisten ausgedrückt. Es sei denn, die Zeit erscheint dem wachen Menschen im Sternenlauf oder im Wachstum, gar im Gehen seines Wegs.
Fortwährend arbeiten wir daran, das Angebot der WfGW in Inhalt und Form so breit wie möglich zu gestalten. Denn nur so können wir hoffen, dass jedes Mitglied Anregung darin finden mag, den eigenen Weg zu lenken. Blöde Tipp-, Verweis- oder andre Fehler, die dabei immer wieder auftauchen, bitt’ich weiterhin, uns zu melden. Und nun mag zur wohligen Wärme auch das notwendige Mass an kühlem Nass fallen, ohne das unser Leben unvorstellbar ist.
Mit ob Ihrer unterstützenden Mitgliedschaft dankbarem Gruss
cm.j.
2018-10-03 9h21
Apfelbaum © 2018 by DMGG
Überreich das Obst ringsum, liebe Mitglieder der WfGW, nach überlang warmer Witterung. Wohl wenige Schalen wird’s heuer hier geben, die nur eine Beere enthalten.
Im Chor der Schmiede lässt Goethe die klassischen Elemente preisen, Ausprägungen der vier Ätherarten. Diese bewegen auch das Klimageschehen, in das Sterne und Erde das Wetter gestalten. Dürre und Fülle empfangen wir daraus, um unsren Stoff wechseln zu können.
Bewegt mich hingegen Musik, so ich aufmerksam zuhöre, dann bilden die Elemente nur noch den Rahmen meines Erlebens. Aus der Welt der sphärisch flutenden Töne holt sich der Mensch nächtens die Kraft, Empfindungen ins Lebendige zu wandeln. Denn nicht aus sinnlosem Urknall ist alles geworden bis hin zu höherem Getier, vielmehr ist der Mensch aus dem Urklang erwacht und gestaltet ihn fortwährend um.
Mit herbstlich neuem Schwung bemüht sich die WfGW, Ihnen reichhaltige Blickwinkel vorzustellen. sowohl über ihre Homepage als auch durch ihre Veranstaltungen im neunten Wiener Gemeindebezirk. Bei der Menge an hilfreichen Texten lassen sich Tipp-, Verweis- oder andre Fehler kaum vermeiden - wie froh wär’ich deshalb, wollten Sie mir derlei Funde rückmelden!
Mit ob Ihrer interessierten Mitgliedschaft dankbarem Gruss
cm.j.
2018-04-07 19h23
Smaragdeidechsen © 2017 by DMGGm
Nach klammer Kälte trüber Wochen können nun Frühlingsgefühle aufkommen, liebe Mitglieder der WfGW. Das bringt die Drachenkräfte wieder verstärkt in Regung. Deren zurecht beklagter Missbrauch sollte nicht vergessen lassen, dass sie der Lebenssonne entspringen, die auch kosmisches Feuer genannt wird. Sie wirken sowohl im Eintrüben als auch im Aufhellen irdischer Abläufe.
Wie das Sternbild Draco das der Ursa Minor samt dem Polarstern fast ganz umschlingt, so drängen sich die Drachenkräfte zwischen das Selbst und seine Wesensglieder. Noch funkelt Orion, auch ein Bild der Auferstehung, hilfreich vom westlichen Abendhimmel; doch er verabschiedet sich allmählich in die Sternunsichtbarkeit des Tags. Bis zum Herbst strömt uns bald genug Licht zu, um unser Lebensvertrauen zu stärken.
Was offenbart denn das Licht? Stets gibt es den Stand des Bewusstseins zu erkennen, dem es entspringt. Je reiner Licht strahlt, desto liebevoller wirkt es, ist Licht ja Liebe. Und wie Liebe sich in Freude wandelt, so wandelt Licht sich in Erkenntnis. Das hat mit der so oft missverstandenen Freiheit zu tun. Nach Ostern mag uns dies besonders einleuchten.
Aus dem vielfältigen Angebot der WfGW lassen sich ganz verschiedene Bilderfolgen und Gedankengänge zusammenstellen. Diese werden wohl vor allem dazu dienen, die Erscheinungsweisen meiner selbst immer besser zu begreifen. Profane Tipp-, Verweis- oder andre Fehler, die beim Stöbern leider auftauchen können, bitt’ich wie stets mir rückzumelden. Und nun möge uns allen mehr und mehr ein förderliches Mass an Wärme umwehen!
Mit ob Ihrer fördernden Mitgliedschaft dankbarem Gruss
cm.j.
2017-10-04 9h43
Plakatwand © 2009 by GNU
Die deutschen Wahlen sind geschlagen, liebe Mitglieder der WfGW, die österreichischen stehen in zehn jämmerlichen Tagen an, und die Schweiz stimmt ohnehin laufend über irgendetwas ab; dazu gibt’s kaum etwas zu sagen.
Auffallend allerdings, wie sich die europäischen Volksseelen bis in ihr jeweiliges Demokratieverständnis unterscheiden , und es scheint unmöglich, die auseinanderstrebenden Regungen unter einen Hut zu bringen. Denn unverwechselbar zu sein ist nicht nur fürs Individuum ein überlebenswichtiges Streben, sondern auch für Menschengruppen bis hin zu staatsbildenden Völkerschaften. So wird es keine rein europäische Identität geben können, der sich alle zugehörig fühlen.
Dem steht die michaelische Kultur gegenüber, die den einzelnen Menschen als untrennbares Glied der ganzen Menschheit begreift, Lebende wie Verstorbene. Daran ändern auch diverse Migrationsbewegungen nichts. Schon beim babylonischen Marduk klingt dies an, wie eigentlich stets, wenn ein geistig göttlicher Impuls von der Sonne selbst kommt. Dennoch leuchten ihrem Feuer immer wieder Brände entgegen, in deren beissenden Rauchschwaden das Besondere verweht; vernichtet kann es freilich niemals werden.
Der Vernebelung gegenüber kommt es auf Begriffsklarheit in Denken und Sprache an, dh. auf Wahrhaftigkeit in den beiden miteinander verschränkten Ausdrucksformen des Geistes. Das Weltall der Worte, wie Nelly Sachs in „Völker der Erde” dichtet, verweist den einzelnen Menschen darauf, nicht Tod zu meinen oder Zwang, wenn er Leben sagt oder Freiheit.
Die WfGW bemüht sich allmonatlich, Ihrem Interesse immer wieder neu entgegenzukommen. Gerade auch auf ihrer Homepage stellt sie allerhand Denkansätze vor bis hin zu Lösungsansätzen. Dass dabei dummerweise Tipp-, Verweis- oder andre Fehler anfallen, ist schier unvermeidlich – darf ich Sie auch diesmal bitten, mir etwaige Funde rückzumelden?
Mit ob Ihrer Bejahung als Mitglied dankbarem Gruss
c m . j .
2017-04-20 14h15
Turmspitze des Stifts Zwettl © 2016 by St.Weinmann
Welch schaurig düsteres Symbol wäre das Kreuz ohne den Auferstehungsgedanken, liebe Mitglieder der WfGW, obschon es eigentlich, dynamisch aufgefasst, das Leben in seinen drei irdischen Spielarten ausdrückt. Doch erst wenn der Mensch das Adam-Holz annimmt, überwindet und seiner eigenen Lebendigkeit einfügt, wird es zum Entwicklungswerkzeug. Als einziger mir bekannter Kirchturm glänzt jener vom Stift Zwettl diese Botschaft in die sanfte Hügellandschaft des niederösterreichischen Waldviertels, also dorthin, wo die WfGW seit sechzehn Jahren um den 15.August ein Sommerseminar abhält.
Viel schwieriger nachvollziehbar ist allerdings die Verbindung der reinen menschlichen Leibesform mit unsrem Planeten. Dabei geht es ja nicht nur ums Abschliessen eines Lebenslaufes, sondern vor allem auch um ein sonnenstarkes Auflösen des erdendunklen Doppelgängers. Davon sprechen zum Beispiel auch die altirischen Darstellungen des Christus am Hochkreuz. Aus dem Nahen Osten andrerseits schreiten uns Stern, Kreuz und Gral entgegen.
Postösterliche Gedanken sind’s, die uns eine Woche nach Gründonnerstag umwehen, wenngleich wir Mühe haben, unser Bewusstsein auf sie zu richten. Seelenwärme braucht’s, um durch solchen Nebel zu stossen. Das Meditieren über die Notizen von Mathilde Scholl zum Christus als Wort mag helfen, oder vielleicht das Mitschwingen im Gedicht „Du schenkst aus immervollen Händen”.
Das Angebot der WfGW gestaltet seine Anregungen reich geordnet, um Ihr Interesse an der Fülle der begreifbaren Erscheinungen zu wecken, letztlich Ihr Interesse an Ihnen selbst. Aber leider, nebenbei werden Ihnen profane Tipp-, Verweis- oder andre Fehler auffallen, weshalb ich Sie immer wieder bitte, mir derlei Funde bekannt zu geben. Der aktuellen alpinen Wetterlage schliesslich zum Trotz wünsch’ich Ihnen viel belebende Wärme, nicht Hitze, während des kommenden Halbjahres.
Mit ob Ihrer beitragenden Mitgliedschaft dankbarem Gruss
c m . j .

2016-10-05 19h41

Vogelschale © 2011 by DMGG
Vom wärmsten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen wird heuer geredet, liebe Mitglieder der WfGW. Meint dieser Superlativ etwas aussergewöhnlich Bemerkenswertes, oder handelt es sich wiedereinmal um einen Sprachtrick, um unsre Aufmerksamkeit zu erhaschen? Jedenfalls boten sich viele angenehm abgeschattete Gelegenheiten, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Knapp nach Michaeli nun zeigt sich die Blätterwelt ringsum sowohl noch grün als auch schon farbig, und das Wasser in der Vogelschale muss nicht mehr jeden Abend aufgefüllt werden.
Der österreichische Denker Ferdinand Ebner erinnert uns daran, dass das geistige Leben des Menschen „innigst und unlösbar” mit der Sprache verknüpft ist und auf dem Verhältnis des Ichs zum Du beruht. Das Sprechen wiederum hat ebenso innigst und unlösbar mit dem Atmen zu tun. Im Gespräch beatmen wir einander gewissermassen und beleben einander dadurch, und das seit den Zeiten der Ursprache. Genau diesen Vorgang will die WfGW immer wieder anregen.
Eine eigne Gesprächsform ist die schriftliche. Besonders zum Tragen kommt sie in der Theaterdichtung, die ja sowohl zum Anhören als auch zum Lesen geboten wird, etwa in der klassischen Zwiesprache zwischen Nathan und dem Klosterbruder. Der Briefwechsel gehört ebenfalls dazu oder dessen zeitgenössische Ausprägung als elektronische Post samt dem Hinundher von Kurzbotschaften. Aber auch nichtsprachliche Formen des Gesprächs gibt es, das gemeinsame Schweigen zum Beispiel oder das Sprechenlassen der Natur – erinnern Sie sich noch an unsern »Text zum Neudenken« vom März 2013? Vielleicht darf ich zuletzt noch, eben elektronisch, auf ein elektronisches Angebot hinweisen, auf eine unlängst angelegte Merkblatt-Beilage, worin sich Gesprächsausschnitte finden, die elektronischerweise im Umfeld der WfGW entstanden sind.
Was immer Sie im Angebot der WfGW entdecken, mög’ es nicht einfach nur Neugier wecken, vielmehr Ihr Interesse, diesen unmittelbaren Ausdruck geistiger Anwesenheit. Und falls Ihnen nebenbei Tipp-, Link- oder sonstige Fehler unterkommen, bitt’ich Sie wie stets, mir diese zu melden. Nach Schnee und Eis möcht’ich mich dann wieder an Sie wenden.
Mit für Ihre anregende Mitgliedschaft dankbarem Gruss
c m . j .

2016-03-30 10h47

Auferstandener © 2006 by DMGG
CHEN W SCHALOM lautet ein alter Gruss, liebe Mitglieder der WfGW; „Gnade und Frieden” in der magischen Strenge des Hebräischen. Nach diesem wirklich österlichen Gruss sehnen wir uns nicht erst in der letzten Zeit! Und seit rund hundert Jahren komme er uns durch den Christus aus der Lebenswelt entgegen, erklärt Rudolf Steiner 1910.
Doch was bringen Gnade und Frieden dem strebenden Menschen? Wohl nicht zuletzt das, was der Engel in seinem Astralleib heranbildet, wie Steiner 1918 in einem bahnbrechenden Vortrag ausführt. Denn, so betont er etwa 1917, es ginge darum, dass sich der Mensch immer stärker als geistiges Wesen erfasse. – Sie merken schon, die Werkstatt hat auf ihrer Homepage damit begonnen, einzelne für ihre Arbeit wichtige Vorträge zugänglich zu machen.
Vorträge allein befördern indes kein Studium. Unser jüngstes Mitglied hat neulich ein Elfchen verfasst, das uns direkt beschwingen kann. Ja, „wo Lieb’ und Dichtkunst ineinander glühen”, so Theodor Körner, „da öffnen sich des Himmels Rosenthore”! Dem widersprechen nichteinmal Else Lasker-Schülers düstere Zweifel völlig. Gut, erinnert Novalis als einer von einigen an den Beweggrund dieses zitternden Gegensatzes.
Viele Wege führen durchs Angebot der WfGW. Bei aufmerksamem Begehen wird Bekanntes wiedererkannt und Neues aufgefunden. Sollten Ihnen beim Durchstreifen Tipp-, Link- oder sonstige Fehler begegnen, bitt'ich wie stets um eine entsprechende Rückmeldung. Ihre Erlaubnis vorausgesetzt, werd’ich mich im Herbst erneut elektronisch zu Wort melden.
Mit für Ihre begleitende Mitgliedschaft dankbarem Gruss
c m . j .
2015-10-07 10h55
Seerose © 2012 by DMGG
Das Michaels-Fest ist bereits mehr, weniger oder auch gar nicht gefeiert worden, liebe Mitglieder der WfGW. Unser natürliches Umfeld lässt uns dies deutlich spüren, unser kulturelles ebenfalls. Was hat uns der Erzengel heute zu sagen? Wohin sind wir mit unsren europäischen Werten geraten?
Noch im Frühjahr dachte kaum eines von uns an Migrationsströme, die unaufhaltsam durch Mitteleuropa ziehen, um es langfristig zu verändern; Migrationströme, die zwar nicht unmittelbar von hier ausgelöst, hier aber gleichwohl billigend in Kauf genommen worden sind. Nicht nur mir kommt dabei der erste »Text zum Nachdenken« in den Sinn, den die WfGW vor dreizehn Jahren herausgegeben hat. Heute scheint vielerorts ein ideologischer Gegensatz zu herrschen, nämlich zwischen denen, die allen unkritisch helfen möchten, und denen, die alle unkritisch ablehnen. Dazwischen bleibt eigentlich wenig Gesprächsraum für die, denen Beobachten und Denken unverzichtbar ist, bevor sie urteilen oder gar etwas tun.
Werte können nicht einfach ausgerufen und dann eingefordert werden, um fruchtbar zu sein. Der Mensch selbst wird sich eines entsprechenden Werts bewusst werden müssen, wenn ein Wirken, ja ein Handeln entfacht werden soll. Und das geschieht eben durchs Nachdenken.
Indem Sie nun das Angebot der WfGW nutzen, können Sie zum Selbst-Denken angeregt werden. Ist das nicht die beste Art, auf mediales oder öffentliches Behaupten und nur zu oft einseitiges Berichten zu reagieren? Freilich werden Sie hinundwieder Link-, Tipp-oder sonstige Fehler finden - bitte zeigen Sie mir diese auf, wenn sie darauf stossen. In einem halben Jahr, so hoff’ich, werd’ich mich wieder bei Ihnen melden.
Mit für Ihre fördernde Mitgliedschaft dankbarem Gruss
c m . j .
2015-04-13 10h39
Tonkugel vor Südwestblick © 2015 by DMGG
Gleicht denn unser Planet einer schrundigen Kugel, liebe Mitglieder der WfGW, wie manch „Aufgeklärte” uns weismachen wollen? Oder ist er nicht trotz allem Unbill der herrliche Wassertropfen auf dem Sternengrund, immer wieder fähig, zu erblühen? Wie wunderbar beschreibt Rudolf Steiner die Oster-Erde, und dies in den blutig tobenden Wirren des sich ein letztes Mal aufbäumenden ersten Weltkriegs!
Ein ausgedörrter Himmelskörper ist vielmehr der Mond. Grad deshalb vermag er der Erde eine hüllende Sphäre zu bieten, indem er sie auf gemessener Bahn umkreist. Doch Lebensraum bietet er nicht, was seinerzeit bereits Dürrenmatt zu besonderer Gelegenheit festgestellt hat. Den Göttern hingegen sei er ein Wahrnehmungsorgan in unsre irdischen Verhältnisse herein, besonders eindrücklich, wenn er sich verfinsternd vors Auge des Ra schiebt, wie Freitag vor drei Wochen wiedereinmal geschehen. Nur taugt er längst nicht mehr als Inspirationsquell, um Konfessionen zu begründen, geschweige denn als Rechtfertigung religiöser Eiferer. Andrerseits brauchen wir noch dringend diesen kosmischen Schutz, auch wenn er eines fernen Zeitalters nicht mehr nötig sein wird.
Nelly Sachs mag uns daran erinnern, dass sich der Mensch eben noch längst nicht ausruhen kann. Trotzdem hat just die von Eichendorff eingefangene Stimmung viele Menschen immer wieder zu trösten vermocht und andre daran gehindert, sich für ein Mondschaf zu halten.
So können Sie auf immer wieder andren Wegen durchs Angebot der WfGW streifen und dabei bekannte Zusammenhänge wiedererkennen oder neue auffinden. Sollten Ihnen dabei Tipp-, Link- oder sonstige Fehler begegnen, bitt'ich wie stets um eine entsprechende Rückmeldung. Vielleicht darf ich dann im Herbst abermals bei Ihnen vorstellig werden.
Mit für Ihre hilfreiche Mitgliedschaft dankbarem Gruss
c m . j .
2014-09-09 9h51
Ein seltsam gemischter Sommer ist bald vorüber, liebe Mitglieder der WfGW. Bis in die täglichen Nachrichten wechselte er von hell zu dunkel und zurück. Die Urielzeit im Jahreslauf schwindet nunmehr, bald wird die Michaelzeit anheben, womit wir aufgefordert werden, uns dem so widersprüchlichen Zeitgeist zu stellen.
Das Rätsel des Gegensatzes von Licht und Finsternis ist vor allem vom Mani im III.Jahrhundert in die Welt nach der Auferstehung einbezogen worden. Man muss beileibe keine „Reiche” oder „Achsen” des Bösen ausrufen, um diesen Ur-Dualismus zu erkennen. Der Mensch ist eben längst ein „Kind der Witwe” geworden, weshalb seine Seele selbst ihr Gleichgewicht im jeweiligen polaren Spannungsfeld finden muss, und das immer wieder neu. Die Besinnung aufs manichäische Ideal kann dabei helfen.
Darüberhinaus bedeutet Zeitgenossenschaft mehr als nur zu einer bestimmten Zeit leben. Dafür braucht es neben einem wachen Zeitbewusstsein und dem Beachten der Zeitqualitäten auch den meditativen Zugang zum Geschehen um mich herum und in mir, und das ist wohl die schwierigste Leistung.
Wie immer Sie jedoch das Angebot der WfGW auch nutzen, es kann Sie in jedem Fall anregen, Ihren Erfahrungshorizont zu weiten. Tipp-, Link- oder sonstige Fehler werden allerdings immer wieder vorkommen - bitte melden Sie mir diese, wenn sie darauf stossen. In einem halben Jahr gedenk’ich, mich wiederum bei Ihnen zu melden.
Mit für Ihre fördernde Mitgliedschaft dankbarem Gruss
c m . j .
2014-04-23 13h54
Die Osterfeiertage sind zwar vorbei, liebe Mitglieder der WfGW, doch befinden wir uns laut dem christlichen Jahreskreislauf im zauberhaften Bereich eines erinnernden Erwachens, wie das etwa der Theologe und Priester Emil Bock im Zusammenhang mit den beiden Wanderern nach Emmaus beschreibt.
Nach dem Gedenken an jenes heftige Geschehen, das recht anschaulich im apokryphen Nikodemus-Evangelium geschildert wird, können wir uns nun getrost auf das an die Himmel- oder Auffahrt hinbewegen, ein Ereignis, welches das Ende des Elias-Wegs zu wiederholen schien. Nicht nur die Erinnerung an rätselhafte Äusserungen des Christus Jesus mag uns begleiten, sondern auch die Leichtigkeit, die im Lied der Lieder wie in einem Blütenkelch schwingt.
Erinnerungskultur kann allerdings nicht verordnet werden, allen offiziellen kurzatmigen Beteuerungen zum Trotz. Andrerseits führt’s nirgenwo hin, Merlin unterm Weissdorn zu vergessen. Der eigne Weg wird so zu bestimmen sein, dass ein jedes immer wacher wird. Die allmonatliche Gesprächsarbeit in Wien und anderswo will dabei helfen.
Das Angebot der WfGW kann als reich vernetztes Feld betrachtet werden, über das Sie hinstreifen mögen, um Anregung und Vertiefung Ihrer Erinnerung zu finden. Sollten Ihnen dabei Tipp-, Link- oder sonstige Fehler ins Auge springen, bitt'ich wie stets um eine entsprechende Rückmeldung. Im Herbst möcht’ich mich dann wieder an Sie wenden.
Mit für Ihre unterstützende Mitgliedschaft dankbarem Gruss
c m . j .
2013-09-07 10h34
Bald wird das Wintersemester der WfGW beginnen, liebe Mitglieder. In Vorbereitung auch darauf hat sich seit meinem Schreiben vom April im Internet-Auftritt unsrer Werkstatt abermals einiges getan.
Vorneweg verweis'ich auf die erhellenden Ausführungen Henning Köhlers zum michaelischen Denken, das unbedingt notwendig ist, wenn eine förderliche Wandlung der derzeitigen Weltlage eintreten soll (und die meisten von Ihnen wissen, dass ich recht vorsichtigen Umgang mit grossen Worten pflege). Dazu passen selbstverständlich das bewährte Michaels-Merkblatt und Rudolf Steiners Gegenüberstellung des Sommerwesens Uriel und des Herbstwesens Michael. Einen andren, obschon verwandten Ton schlägt das Gedicht „Not” von Annette v.Droste-Hülshoff an, das übrigens in den vergangenen Monaten durch den deutschsprachigen Blätterwald gehuscht ist.
Um Maria Himmelfahrt haben wir ein gut besuchtes Sommerseminar abgehalten, bei dem Ovids „Urbeginn” ebenso bearbeitet wurde wie das Vaterunser. Ein weiteres Mal konnte die ungeheure Bandbreite geisteswissenschaftlicher Betätigung erkannt werden.
Was aber hat es mit dem Abgrund auf sich? Unentwegt wird uns vorgehalten, wir stünden an dessen Rand, etwa was den Nahen und Mittleren Osten betrifft. Das Bild des Abyssos hat mit dem Erschaudern des Menschen vor dem Undurchdringlichen zu tun, mit dem „Sog der Unendlichkeit”, wie es in «Eamsyne und Earasyn» ausgedrückt wird. Wird jener denn beim Überschreiten irgendwelcher roter Linien erfahren? Wenigstens leiden wir nicht am Mangel von Fragen und damit an Themen für unsre allmonatlichen Gespräche.
Mögen Sie im Angebot der WfGW stets neu Inhalte finden, die Sie etwas angehen und deshalb weiterhelfen. Im Gegenzug bitt'ich um eine entsprechende Rückmeldung, falls Ihnen Tipp-, Link- oder sonstige Fehler auffallen sollten. Vielleicht darf ich mich dann im Frühjahr ein weiteres Mal bei Ihnen melden.
Heute Abend kündigt sich übrigens wiederum ein Sonntag an, das Fest Mariä Geburt, Inkarnation der Weisheit, um Freiheit und Liebe vorzubereiten.
Mit für Ihre Mitgliedschaft dankbarem Gruss
c m . j .
2013-04-06 11h09
Schon sind wieder einige Monate vergangen, seit ich Ihnen, liebe Mitglieder der WfGW, einige neue Seiten unsres Internet-Auftritts nahezubringen trachtete. Ging es im vergangenen September recht lyrisch zu und her, so möcht'ich diesmal grundsätzliche und zeitbezogene Texte vorstellen.
Beginnen wir mit dem berühmten Schweizer Psychiater und Psychologen C.G.Jung, der einen wesentlichen Aspekt der Selbstwerdung betrachtet. Der Lebenskräftefachmann Dorian Schmidt passt mit seinen Erfahrungen bei der Selbstbeobachtung nicht schlecht dazu. Zur Wechselwirkung von Selbst- und Weltbeobachtung hat selbstverständlich auch Rudolf Steiner etwas zu sagen.
Wem dies zu viel an Selbst vorkäme, könnte sich im überarbeiteten kleinen Lexikon umsehen, das wir vor zwei Jahren angelegt haben, um je nach Bedarf unsrer Veranstaltungen den einen oder andren Begriff knapp zu beschreiben. Derzeit kommen darin vorwiegend antike Götter vor, deren Namen oft bekannt ist, weniger jedoch deren geistesgeschichtlicher Hintergrund.
Die Merkblatt-Beilagen haben ebenfalls Zuwachs erhalten, etwa den hervorragenden Artikel von Dr.med.Bernd Rosslenbroichs über die Biologie der Freiheit oder Angelika Sandtmanns hochaktuelle Gedanken zur Problematik der Organtransplantation. Die Übersicht zeigt, welche interessanten Themen in diesen Beilagen bereits angesprochen worden sind.
Angesichts der Lage in Afghanistan/Pakistan, Mali und Syrien sowie auf der koreanischen Halbinsel hol'ich unsren ersten »Text zum Nachdenken« vom Oktober 2oo2 aus dem Vergessen, in welchem der Pädagoge Janos Darvas Krieg und Verwandlung darstellt, und die Überlegungen Hannah Arendts zu Gewalt und Gerede. Der kurze Text zu Simon und Viktor erinnert an zwei jüdisch-österreichische Ansätze, sich Auslöschung und Vernichtung entgegen zu stellen. Alle »TzN« gehören unbestritten zum gut eingeübten Rhythmus unsrer Improvisationen zur AnthropoSophie heute.
Hoffentlich finden Sie im Angebot der WfGW stets neu Inhalte, die Sie etwas angehen und Ihnen weiterhelfen. Und wieder bitt'ich um eine entsprechende Rückmeldung, falls Ihnen Tipp-, Link- oder sonstige Fehler auffallen sollten. Vielleicht darf ich mich dann im Herbst wieder bei Ihnen melden.
Heute Abend bereitet sich übrigens abermals ein Sonntag vor, der erste nach Ostern, welcher der Weisse genannt wird.
Mit für Ihre Mitgliedschaft dankbarem Gruss
c m . j .
2012-09-08 19h07
Vor mehr als vier Monaten hab'ich mich zum ersten Mal an Sie, liebe Mitglieder der WfGW, gewandt, um neue Seiten unsres Internet-Auftritts vorzustellen, ist ja die WfGW-Homepage in den vergangenen acht Jahren so umfangreich geworden, dass selbst ihr Stichwort-Register kaum noch helfen kann, dem Zwischennetz jüngst eingefügte Texte ausfindig zu machen. Heute Abend bereitet sich wieder ein Sonntag vor, der neunte Tag im September. Diesentags im Jahr 9 unsrer Zeitrechnung hat Armin der Cherusker den römischen Feldherrn Varus besiegt, was Cæsar Augustus mitbewog, den berühmten Limes aufzubauen, denn
„Wie war es doch so kalde
im Teutoburger Walde ...”
A propos Lyrik - warum wurde eigentlich eine eigene WfGW-Gedichtsammlung angelegt? Gibt es nicht übergenug solcher Kompilationen, und haben sich hochgebildete Literaten nicht alle Jahrhunderte wieder darum verdient gemacht?
Manch geistiges Bild lässt sich besser in gebundener Sprache mitteilen. Das wussten bereits die alten Inder, und deutlich zeigen es auch die Wahrspruchworte Rudolf Steiners, von denen wir einige wenige aufgenommen haben. Aus diesem Grund werden in unsren Seminaren, Texten und Anmerkungen hinundwieder passende Verse zitiert. Die Gedichte, denen sie entstammen, sind jedoch mitunter schwer zu finden, etwa das köstlich mutmachende „Herr der Töpfe” oder die fremdartigen inselkeltischen „Neun Wünsche”.
Sehr verschiedene Stimmen lassen sich hier vernehmen, vor allem, wenn das ausgewählte Gedicht laut gelesen wird. Die Stimme Kärntens zum Beispiel klingt in „Trotzdem der Himmel” ganz anders als derzeit, ebenso die des persischen Islam in „Zulaikha nennt Yusuf”. In „Uralte Buddha-Figur” wird das laute Organ Mitteleuropas berührend leise.
Das erste Gedicht dieser Sammlung war übrigens „Letzte Worte”. Ein endgültig letztes wird es wohl nicht geben, solange die WfGW weiter improvisiert, nicht zuletzt dank Ihrer Unterstützung.
Sollten Ihnen Tipp-, Link- oder sonstige Fehler aufstossen, wär'ich Ihnen wiederum um eine entsprechende Rückmeldung verbunden. Vielleicht darf ich mich dann im kommenden Jahr wieder bei Ihnen melden.
Mit für Ihre Mitgliedschaft dankbarem Gruss
c m . j .
2012-04-15 9h28
Heute wend'ich mich zum ersten Mal an Sie, liebe Mitglieder der WfGW, um neue Seiten unsres Internet-Auftritts vorzustellen. Denn die WfGW-Homepage ist in den vergangenen siebeneinhalb Jahren so umfangreich geworden, dass selbst ihr Stichwort-Register kaum noch helfen kann, jüngst eingearbeitete Texte aufzufinden. Der Weisse Sonntag nach Ostern erscheint mir übrigens nicht ungeeignet, darüber Auskunft zu geben.
Zunächst wäre da die Merkblatt-Beilage 34 zu erwähnen, in der Martin Dietz zur Wissenschaftlichkeit der Anthroposophie Stellung nimmt, ein schwieriger, aber für eine Werkstatt für GeistesWissenschaft unerlässlicher Aufsatz. Dazu passen die Ausführungen von Günter Röschert zum Studium der Geisteswissenschaft und anschliessend, als erste Übung, zu Evolution und Involution. Bei Rudolf Steiner kann dann vertiefend über Denken und Meditation nachgelesen werden.
Auf naturwissenschaftliche Weise schliessen die Ergebnisse der jungen, in Berkeley, Ca. lehrenden Sprachforscherin Lera Boroditsky zu Sprache und Denken an sowie ihre amüsanten Beobachtungen zu bekannten Sprachtricks. Und wie bei allem wissenschaftlichen Vorgehen sollten auch hier Francis Bacons berühmte „vier Idole” mitberücksichtigt werden, wenn keine Denkkolletive entstehen sollen.
Zum Abschluss empfehl'ich allerdings ganz etwas andres, nämlich Gerschom Scholem zur Merkabah-Mystik, ein Ausflug in die vorkabbalistische, hochspirituelle Gedankenwelt der alten Juden.
Diesmal ist es also hauptsächlich um Wissenschaft und Denken gegangen, notwendige Grundlagen unsrer Werkstattarbeit, auch wenn sie hinundwieder mühsam erscheinen mögen. Derlei Anstrengung kennen Sie ja von unsren Vorträgen.
Sollten Sie Tipp-, Link- oder sonstige Fehler entdecken, wär'ich Ihnen um eine entsprechende Rückmeldung verbunden. Darf ich mich meinerseits wiedereinmal melden, vielleicht in einem Viertel- oder halben Jahr?
Mit für Ihre wesentlich hilfreiche Mitgliedschaft dankbarem Gruss
c m . j a n s a
Mitglied Nr.XIII